Freitag, 10. Februar 2012, 04:21 Uhr

manager magazin



Börsemanager magazin RSS  - Börse - Börse

Alle Artikel und Hintergründe

10.01.2008
 

Goldpreis

1000 Dollar noch in diesem Jahr?

Von Arvid Kaiser

3. Teil: "Wir behandeln Gold als Währung"

mm.de: Der Preis müsste also noch erheblich steigen, und dann wären wieder Reserven zu mobilisieren?

Goldbergwerk in Südafrika: Der Abbau des Edelmetalls wird schwieriger, gefährlicher, teurer - und bringt weniger
Zur Großansicht
AP

Goldbergwerk in Südafrika: Der Abbau des Edelmetalls wird schwieriger, gefährlicher, teurer - und bringt weniger

Weinberg: Genau. Die Kosten sind so stark gestiegen, dass erst bei sehr viel höheren Preisen die Produktion stark angekurbelt würde. Man muss noch tiefer graben. Man fördert nicht nur wie früher bei einem Goldanteil von 5 Gramm pro Tonne Erz, man macht es auch bei 0,5 Gramm. Oder aber die Reserven kommen bei überhaupt keinem Preis mehr, weil die Minen wirklich ausgeschöpft sind.

Wichtig ist aber auch zu wissen, dass neben den etablierten Produzenten wie Südafrika, USA, Kanada, Australien, deren Produktion zurückgeht, ein neuer Akteur auftritt: China hat sich in wenigen Jahren zum zweitwichtigsten Produzenten entwickelt. Bei den anderen ist die Produktion geschrumpft, in China sehr stark gestiegen. Die Chinesen werden höchstwahrscheinlich in den nächsten zwei Jahren Südafrika den ersten Rang ablaufen.

mm.de: Aber sie können nicht das ausgleichen, was die anderen weniger auf den Markt liefern?

Weinberg: Nein. Aber Gold sollte auch nicht als Rohstoff angesehen werden. Viele Investmenthäuser und auch wir behandeln Gold als Währung.

mm.de: Zu einer Währung gehört aber auch eine Zentralbank oder eine andere Instanz, die Geld herausgeben kann, um die Menge den Bedürfnissen des Markts anzupassen. Es gibt jedoch Szenarien, dass in 30 bis 40 Jahren kaum noch neues Gold gefördert wird. Dann wäre nur noch das bereits geförderte Metall verfügbar.

Weinberg: Ich kaufe diese These nicht. Die Ressourcen werden uns auch in 100 Jahren nicht ausgehen. Die Kosten werden weiter steigen und damit auch die Preise, aber Gold, Öl und Gas wird auch für unsere Nachkommen noch ausreichen. Darüber sollte man sich keine Sorgen machen. So etwas wie Peak Gold wird es meines Erachtens nicht geben. Was es aber gibt, sind fehlerhafte Investmententscheidungen.

mm.de: Wenn der Preis langfristig steigt, ist Gold nicht mehr nur als Inflationsschutz interessant, sondern auch als Investment mit Blick auf die Wertsteigerung.

Weinberg: Natürlich, es ist auch aus spekulativen Gründen interessant. Hauptsächlich wird es zu Schutzzwecken als Hedging eingesetzt, oder in Gold wird die überschüssige Liquidität für einige Zeit geparkt. Aber die meisten Privatanleger kaufen Gold mit der Hoffnung, dass der Goldpreis steigt. Das ist auch nicht so abwegig.

mm.de: Lässt sich bei dem großen Einfluss der Spekulation so etwas wie ein fairer Wert ermitteln, der uns sagt, ob Gold bei einem bestimmten Preis über- oder unterbewertet ist?

Weinberg: Nein, das kann man so gut wie gar nicht. Aber man kann vergleichen mit den Preisen der Vergangenheit. Man kann 30 Jahre zurückgehen und die Preise um die Inflation bereinigen.

mm.de: Wie hoch wäre denn der Rekordstand von 1980, ausgedrückt in heutigen Preisen?

Weinberg: Wenn wir die damals erreichten 871 Dollar um die Inflation bereinigen, entspräche das einem jetzigen Preis von ungefähr 2000 Dollar.

mm.de: Das heißt, es ist noch Luft nach oben?

Weinberg: Eine Übertreibung, eine Euphorie sehen wir am Goldmarkt noch nicht.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben