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21.06.2007
 

Bankentest

Vernichtendes Urteil

Von Jonas Hetzer und Dietmar Palan

Was taugen Deutschlands Geldhäuser? manager magazin befragte über 6000 Bankkunden. Die Ergebnisse sind ernüchternd, die Liste der Ärgernisse ist beinahe endlos - und die Fantasie der Finanzfirmen beim Abrechnen von Gebühren kennt kaum Grenzen.

Hamburg - Die Sparkasse Köln-Bonn bekommt von den Bankkunden die schlechtesten Noten, gefolgt von der Citibank und der Berliner Volksbank. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des manager magazins unter 6000 Bankkunden. Alle Details zum Bankentest lesen Sie in der neuen Ausgabe, die ab Freitag (22. Juni) am Kiosk erhältlich ist.

  Ausreichend bis mangelhaft:  Kunden sehen bei den Serviceleistungen ihrer Bank großen Verbesserungsbedarf
%[M]mm.de

Ausreichend bis mangelhaft: Kunden sehen bei den Serviceleistungen ihrer Bank großen Verbesserungsbedarf

Ein Jahr lang hat manager magazin zusammen mit dem Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen Bankkunden online gefragt, was sie an ihrem Geldhaus stört, und sie gebeten, ihre Meinung auf einer von eins bis sechs reichenden Notenskala zu äußern.

Insgesamt stellen die Befragten der deutschen Finanzindustrie ein miserables Zeugnis aus. Im Schnitt wird die Leistung der größten deutschen Banken von den Kunden gerade einmal mit "ausreichend" bewertet. Was die Qualität der Beratung in Sachen Geldanlage (4,5), Altersvorsorge (4,4) und Baufinanzierung (4,5) angeht, liegt der Notenschnitt fast schon bei "mangelhaft".

Auffallend ist das schlechte Abschneiden der Sparkassen. So erhielt die Sparkasse Köln-Bonn nicht nur die schlechteste Gesamtnote, sondern schnitt auch in der Kategorie Baufinanzierung am schlechtesten ab (Note: 5,6). Die benachbarte Kreissparkasse Köln erhielt die schlechteste Beurteilung in der Kategorie Altersvorsorge (Note 5,3). Die Stadtsparkasse München kam im Bereich Geldanlage auf das drittschlechteste Resultat (Note 4,9), ebenso die Hamburger Sparkasse bei der Qualität der Baufinanzierungsberatung (Note: 5,3).

Die Liste der Ärgernisse der 6000 Befragten ist schier endlos. Sie fängt beim Kampf mit Callcentern und Sprachcomputern an, geht mit falsch, zu spät oder gar nicht gebuchten Überweisungen und Lastschriften weiter, setzt sich mit dem Kleinkrieg um Zinsen und Sicherheiten bei Dispo- und Hypothekenkrediten fort, findet ihren vorläufigen Höhepunkt bei Auseinandersetzungen um Gebührenforderungen und endet bei einer oft lausigen Anlageberatung.

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