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08.12.2006
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Dax-Geflüster

Das Märchen vom richtigen Zeitpunkt

Von Kai Lange

3. Teil: Zeit schlägt Zeitpunkt

Zeit schlägt Zeitpunkt

Die Statistik der vergangenen Jahre zeigt: Zeit schlägt Zeitpunkt, der Faktor Zeit ist für die Performance wichtiger als der Zeitpunkt des Investments. Während sich Market-Timer auf einen sehr sportlichen Wettbewerb mit hohem Risiko einlassen, kommen langfristige Anleger häufig durch Gelassenheit und Nichtstun zum Erfolg.

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Gelassenheit fällt allerdings denjenigen schwer, die Ende der 90er Jahre in den Markt eingestiegen sind und noch den Crash der Jahre 2001/2002 in den Knochen haben. Doch selbst Anleger, die Ende der 90er Jahr in einen breit gestreuten internationalen oder europäischen Aktienfonds investiert haben, sind selbst nach dem schlimmsten Börsencrash der vergangenen 60 Jahre heute wieder nahe Einstiegskurs oder bereits im Plus. Die Zeit, so scheint es, heilt Wunden.

"Das Problem war, dass damals viele Anleger vom Sparbuch direkt in hochriskante Einzelaktien aus der Technologie- und Telekommunikationsbranche gesprungen sind", sagt Fondsmanager Scurlock. Auch hier habe die Gier zu irrationalem Verhalten geführt: "Eine sinnvolle Verteilung des Vermögens, zum Beispiel auf unterschiedliche Aktien-, Anleihen- und Geldmarktfonds, fand in der Regel nicht statt", so Scurlock.

Nichtstun zahlt sich aus

Wer dennoch gerne auf einzelne Aktien zielt, kann sich auch durch ein Stopp-Loss-Limit absichern. Dies sollte nicht zu nahe am Einstiegskurs liegen, üblich sind 20 bis 40 Prozent unterhalb des Einstiegskurses. Entscheidend dafür sind die persönliche Risikoneigung und der finanzielle Spielraum: Ein Stopp-Loss verliert jedoch seinen Sinn als Notbremse, wenn es nachträglich nach unten herabgesetzt wird, sobald die Kurse fallen. Dagegen sollte ein solches Limit durchaus schrittweise nach oben nachgezogen werden, sobald die Kurse steigen.

Fondsmanager Scurlock hält den Einsatz von Stopp-Loss-Limits für den langfristigen Anleger nicht für ratsam. Er rät naturgemäß dazu, stattdessen in überdurchschnittliche Investmentfonds zu investieren und die Überwachung des Anlagevermögens damit dem Fondsmanagement zu überlassen. "Gute Aktienfonds haben über längere Zeiträume hinweg immer Gewinne erzielt", meint Scurlock.

Ob Fonds, Indexzertifikate oder einzelne Aktien: Die beste Rendite erzielen Anleger laut Fidelity-Studie langfristig dann, wenn sie dauerhaft am Markt investiert bleiben. Für durchschnittlich 0,3 Prozent Rendite mehr lohnt sich die Jagd nach dem besten Zeitpunkt kaum. Und derjenige, der stets den perfekten Ausstiegs- wie auch Einstiegszeitpunkt trifft, muss ohnehin noch geboren werden.

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