Schwerpunkt auf Industrieaktien
Damit fielen sie sogar aus dem gesamteuropäischen Schnitt, den der Goldman-Sachs-Experte insgesamt nur zurückhaltend bewertet. Dank des schwachen Eurokurses hätten sich die europäischen Kapitalmärkte im Jahresverlauf zwar bereits recht gut entwickelt und im Vergleich zu den USA durchaus Stärken gezeigt. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa werde von Wachstumsschüben einzelner Staaten profitieren - aber insgesamt schwach bleiben.
"In den vergangenen Wochen kamen eine Menge Daten herein, die eine deutliche Stimmungsaufhellung andeuten", so Oppenheimer. Insbesondere der europäische Einkaufsmanagerindex und der deutsche Ifo-Index seien überraschend positiv ausgefallen. Doch mit einem rasanten Aufschwung an den Kapitalmärkten rechne er dennoch nicht. Zumal weitere Zinserhöhungen in den USA die Märkte in Europa behindern könnten. "Bis zum Jahresende könnten die kurzfristigen Zinsen in den USA durchaus bis auf 4 Prozent und bis Mitte 2006 bis auf 4,5 Prozent steigen", sagt Oppenheimer.
Dennoch neigt der Kapitalmarktprofi zu etwas offensiveren Investments. "Unsere Präferenzen liegen auf eher zyklischen und ökonomisch sensiblen Werten", so Oppenheimer. Durch das Wachstum insbesondere in den Industriebranchen, das durch die rasant steigende globale Nachfrage, insbesondere aus Asien, angeheizt werde, dürften die konjunkturabhängigen Werte rasant steigen.
Insbesondere Baufirmen, Maschinenbauer oder Bergbautitel habe er deshalb auf dem Einkaufszettel. Auch konjunkturresistentere Werte wie Pharma-Title böten aber angesichts einer großen Zahl bevorstehender Produktpremieren gute Chancen. Technologietitel hingegen betrachtet Oppenheimer mit großer Skepsis: Sie hätten in der jüngsten Vergangenheit im Vergleich am schlechtesten abgeschnitten.
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