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manager magazin



04.08.2005
 

GS-Prognose

Gut gemacht, Deutschland

Die Stimmung an Europas Kapitalmärkten hellt sich auf. Rasante Kurssprünge seien dennoch nicht zu erwarten, prognostiziert die US-Investmentbank Goldman Sachs. Gute Nachrichten haben die Anlageexperten vor allem für Deutschland: Der hiesige Markt sei derzeit der attraktivste in Europa – nicht nur nach einem Regierungswechsel.

Hamburg - "Die begonnenen Reformen dürften das Wachstum in Deutschland mittelfristig wieder kräftig antreiben", so Peter Oppenheimer, europäischer Chefstratege der US-Investmentbank Goldman Sachs, bei einer Telefonkonferenz am Donnerstag. Innerhalb Europas halte die Investmentbank daher Deutschland für den mit Abstand attraktivsten Markt. Die deutschen Aktien seien im Vergleich mit anderen Ländern derzeit deutlich unterbewertet.

Europas attraktivste Partie: Goldman-Sachs-Stratege Peter Oppenheimer bevorzugt Deutschland als Anlageziel
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DDP

Europas attraktivste Partie: Goldman-Sachs-Stratege Peter Oppenheimer bevorzugt Deutschland als Anlageziel

Unabhängig vom Ausgang der nahenden Bundestagswahlen rechnet der Finanzstratege damit, dass der deutsche Aktienmarkt seinen Aufwärtstrend fortsetzt - und sogar noch beschleunigt. "Bislang haben sich die Aktienkurse zwar schon positiv entwickelt, aber sie sind nicht schneller gestiegen als die Unternehmensgewinne", so Oppenheimer. "Wenn die Deutschen die wirtschaftliche Entwicklung wieder mit größerem Optimismus betrachten, ist Spielraum für weitere kräftige Kursgewinne." Einen möglichen Regierungswechsel dürften die Märkte sehr positiv aufnehmen, so die Prognose.

Zu ihren Favoriten zählt die Bank auch den britischen Markt, der von Zinssenkungen profitiere. Am Donnerstag senkte die britische Notenbank erstmals seit vier Jahren wieder den Leitzins - und schraubte ihn um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent herunter.

Besonders unattraktiv hingegen seien für Investoren derzeit Italien und Spanien. Dort seien die Kapitalmärkte sehr defensiv ausgerichtet und dürften deshalb selbst bei einem europaweiten Wachstumsschub unterdurchschnittlich abschneiden. "Ohnehin sind die Aktienmärkte Italiens und Spaniens derzeit im Vergleich zu anderen Ländern um rund 20 Prozent überbewertet", so Oppenheimer.

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