Von Lutz Knappmann
mm.de: Was muss Apple tun, um seinen Vorsprung zu halten?
Köttner: Apple hat bereits einen guten Schritt getan, der die Zukunft auch außerhalb des iPod-Geschäfts bestimmen wird: Der Konzern hat bekannt gegeben, für seine Computer erstmals Chips von Intel
mm.de: Glauben Sie, dass sich Apple irgendwann von seinem eigenen Betriebssystem verabschiedet?
Köttner: Ich hielte es für einen guten Schritt. Man würde das Kundenpotenzial vervielfachen. Apple hat derzeit etwa 2 Prozent Marktanteil. Und auch auf dem PC-Markt sind die Kunden sicher bereit etwas mehr zu bezahlen, wenn sie dafür das Apple-Design bekommen. Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwann so kommt.
mm.de: Apple meldet ein kräftiges Wachstum beim Notebook-Verkauf. Ist die Strategie aufgegangen, Kunden mit Hilfe des iPod zu Apple-Computern zu locken?
Köttner: Das ist anhand der bekannten Zahlen sehr schwer herauszufinden. Denn der Trend hin zu Notebooks ist eine Welle, die überall läuft. Die Notebook-Absätze aller Hersteller, auch bei Acer
, IBM
oder Dell
sind stark gestiegen. Ob das bei Apple auf den iPod zurückzuführen ist, ist schwer auszumachen.
mm.de: Apple konnte bislang problemlos deutlich höhere Preise als die Wettbewerber durchsetzen. Lässt sich dieser Vorteil auf Dauer aufrechterhalten?
Köttner: Design und einfache Bedienbarkeit sind schwer zu kopieren. Apple schafft es schon seit vielen Jahren erfolgreich, anders zu sein als die anderen - und damit bei Kunden Zuspruch zu finden.
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