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18.05.2005
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Altersvorsorge

"Riester-Rente auf den Prüfstand"

2. Teil: Eigene Immobilie über Riester fördern?

Eigenheim in Altersvorsorgekonzept einbinden

Die Studie bemängelt, dass das selbst genutzte Haus oder die selbst genutzte Wohnung überhaupt nicht über die Riester-Rente gefördert würden, obwohl dies ein wichtiges Sparziel sei. Mit dem Ansparen von Eigenkapital beziehungsweise der Abzahlung von Immobilienkrediten fiele es jedoch gerade Durchschnitts- und Geringverdienern schwer, weiteres Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen.

Die Immobilie müsse daher in ein stimmiges Altersvorsorgekonzept des Staates eingebunden werden, das keine doppelt hohe Liquidität verlange, fordern die Autoren der Studie. Dabei sei der angestrebte Wegfall der Eigenheimzulage ein guter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, zumal die bisherige Regelung "kontraproduktiv" sei.

Mehr Flexibilität bei Beitragszahlungen gefordert

Die Autoren der Studie sprechen sich zudem für eine größere Flexibilität bei den Einzahlungen aus. Menschen, die zeitweise knapp bei Kasse sind, sollten künftig die Beiträge nachzahlen können. Ein Modell dafür könnte die gesetzliche Rentenversicherung sein. Auch könnten die Versicherten Beiträge nachträglich entrichten und damit ihr Rentenkonto aufbessern. Dies käme etwa Frauen nach der Babypause zugute, argumentieren die Autoren der DIA-Studie.

Zudem mangele es an unabhängiger Beratung. Immer noch würden wegen der hohen Provisionen hauptsächlich Kapitallebensversicherungen verkauft, obwohl diese häufig das falsche Produkt seien. Die Autoren der Studie weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Hälfte der Policen vorzeitig gekündigt werde, was für den Versicherten erhebliche Einbußen bedeute.

Vor allem Geringverdiener beantragen Förderung

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat der Darstellung des DIA widersprochen. Dank der seit Jahresbeginn vereinfachten Fördervoraussetzungen erwarte die Versicherungswirtschaft in diesem Jahr eine "deutliche Belebung" des Neugeschäfts in der Riester-Rente. Auch dürfe man nicht allein auf die Riester-Rente schauen. Seit 2002 seien rund 15,2 Millionen Rentenversicherungsverträge abgeschlossen worden, darunter 3,9 Millionen Riester-Verträge und 2,4 Millionen Pensionskassen- und Pensionsfondsverträge.

Voraussetzung für die Kontinuität im Aufbau der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge sei das Vertrauen der Bevölkerung in die langfristige Stabilität der gerade erst geänderten Rahmenbedingungen. Eine fortwährende Reformdiskussion wirke hier kontraproduktiv, kritisiert der GDV.

Jenseits der bislang enttäuschenden Verkaufszahlen zeigen die jüngsten Daten der Zentralen Zulagestelle für Altersvermögen (ZfA), dass die staatliche Förderung aber immerhin jene erreicht, für die sie insbesondere gedacht ist. So stammen nach ZfA-Statistiken rund 70 Prozent der bislang eingegangenen zwei Millionen Förderanträge von Durchschnitts- und Geringverdienern, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch. Die Mehrheit der Anträge stamme zudem von Menschen aus Ostdeutschland beziehungsweise von Frauen, die wegen ihrer geringen Altersvorsorge besonders auf die Zuschüsse angewiesen seien.

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