Der Deutsche Anlegerschutzbund (DASB) erwartet, dass in der Folge des Phoenix-Skandals ähnliche Finanzfälle ans Licht kommen könnten. "Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist als zuständige staatliche Aufsichtsbehörde im Falle Phoenix selbst stark in die Kritik geraten und wird nun vergleichbare Firmen genau unter die Lupe nehmen", erwartet DASB-Präsident Klaus Nieding.
Investments bei Phoenix Kapitaldienst: Termingeschäfte womöglich nur vorgetäuscht
Unterdessen laufen die Geschäfte zwielichtiger Finanzhaie weiter in Deutschland. Der DASB schätzt den Schaden durch Anlagebetrug hierzulande auf jährlich 30 Milliarden Euro. "Die Täter werden immer raffinierter und stellen sich auf Warnungen ein", sagt Nieding. So würden kaum noch Traumgewinne versprochen, und die in Aussicht gestellten Renditen lägen oft nur leicht über dem aktuellen Zinsniveau.
Zu den besonders häufig angebotenen und manchmal zweifelhaften Produkten zählten vor allem atypisch stille Beteiligungen, vorbörsliche Emissionen und neuerdings Wiederaufbau-Fonds für den Irak, für die angeblich die Weltbank Garantien abgegeben habe. Türken würden vermehrt dubiose islamische Geldanlagen angeboten.
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