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manager magazin



24.01.2005
 

Immobilien

Hohes Risiko beim Mietkauf

2. Teil: Normales Annuitätendarlehen kann billiger kommen

Normales Annuitätendarlehen kann billiger kommen

Weitere Pferdefüße: häufig bedingen sich die Verkäufer aus, dass sich der Mieter in den Jahren bis zum Eigentumsübergang auch noch um die Instandhaltung des Objekts kümmern muss. "Diese Folgekosten sind kaum kalkulierbar", weiß Holzhäuser. Außerdem: Was passiert bei Umzug oder Verkauf? Muss ein Mieter dann Entschädigung an den Besitzer zahlen? Was passiert mit Angespartem, wie kommt man aus dem Modell raus? Die Antworten seien den Käufern bei Vertragsabschluss oft unklar.

Und dann wird ein Baukredit meist doch noch unumgänglich, um die volle Summe zahlen zu können. Aber wo liegen die Zinsen in etwa zehn Jahren? "Was bei unserem heutigen Niedrigzinsniveau von 4,5 bis 5 Prozent locker finanzierbar erscheint, kann künftig 1,5 mal so teuer werden", gibt Weinsheimer zu bedenken. Der späte Kredit könne den Käufer zudem bis ins hohe Rentenalter hinein belasten. "Mit 70 kann man immer noch im Darlehensvertrag stecken, nur ist dann auch noch das Einkommen kleiner."

Besondere Vorsicht ist nach Einschätzung der Verbraucherschützer geboten, wenn der Mietkauf über professionelle Vermittler angepriesen wird, und wenn die monatlichen Anspargelder in einen Aktienfonds oder ähnlich risikoreiche Anlageformen investiert werden sollen. Schlimmstenfalls sei das ganze Kapital futsch, so die Warnung.

Ratsam ist, Mietkauf-Angebote von der örtlichen Verbraucherzentrale abklopfen und auf ihre Rentabilität durchrechnen zu lassen. Unter Verwandten könne das Modell durchaus eine sinnvolle Variante des Eigentumserwerbs sein, betont Weinsheimer. Beispiel: die Großeltern wollen ihrem Enkel schon zu Lebzeiten eine Immobilie überlassen. Ansonsten gelte eher die Empfehlung: Nachrechnen, ob sich der Traum vom Eigenheim mit einem normalen Annuitätendarlehen zu den gegenwärtigen Traumzinsen nicht viel günstiger verwirklichen lässt.

Berrit Gräber, AP

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