Von Kai Lange
Stuttgart - Unternehmen mit hohen Gewinnausschüttungen sind beliebt, wenn Märkte schwanken und Anleger dem Aufschwung nicht recht trauen. Die Strategie scheint aufzugehen: Sowohl in Abschwung- wie in beginnenden Aufschwungphasen schnitten dividendenstarke Titel im Vergleich zum Gesamtmarkt meist besser ab, wie die Studie "Blickpunkt Dividende" der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zeigt.
Während des Börsencrashs von März 2000 bis März 2003 hat zum Beispiel der britische Aktienindex FTSE 350 unter Einbeziehung der ausgeschütteten Dividenden um rund 43 Prozent nachgegeben. Die 150 dividendenstärksten Titel aus dem Index konnten gleichzeitig ihre Verluste mit durchschnittlich neun Prozent in Grenzen halten.
Wer glaubt, dass dividendenschwache Titel die Dividendenbringer in einer anschließenden Erholungsphase deutlich abhängen, irrt. Von März 2003 bis September 2004 stieg der FTSE 350 um rund 50 Prozent, während die 200 dividendenschwachen Werte im Index nur rund 45 Prozent zulegten. Die 150 Dividendenbringer dagegen ließen mit rund 55 Prozent Performance beide hinter sich.
Deutsche Dividendenbringer besser als der Dax
Was bedeutet das für den Dax? Auch im deutschen Leitindex haben die Top-Dividendenwerte des Jahres 2003 - Metro
, Tui
, Deutsche Post
und Bayer
- den Dax hinter sich gelassen.
Während der Dax 30
zwischen März 2003 und März 2004 rund 55 Prozent zulegte, verzeichneten die vier Dividendenbringer in gleicher Zeit Kurssteigerungen zwischen 78 und 109 Prozent. Lediglich Eon
fiel mit einem Plus von 31 Prozent hinter den Vergleichsindex zurück.
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