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22.06.2004
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Vorsorge

Rente auf Sozialhilfeniveau

2. Teil: Die Prognosen sind zu optimistisch

Tatsächliche Ansprüche geringer als Prognosen

Zum einen verringert sich die durchschnittliche Lebensarbeitszeit. Die Ausbildungszeiten sind länger geworden, oft arbeiten die Menschen auch Teilzeit oder nehmen eine Auszeit vom Beruf. Zum anderen unterschreiten die Arbeitnehmer durch Mini- und Billig-Jobs häufig das Durchschnittseinkommen, das zur Bestimmung des Eckrentners herangezogen wird. Die Folge: Die tatsächlichen Rentenansprüche fallen geringer aus, als die errechneten Prognosen.

Als Ausweg für die Rentner von morgen bleibt die zusätzliche Absicherung in Eigenregie. Dafür bieten sich dem Arbeitnehmer zusätzlich zur gesetzlichen Rente zwei Alternativen: eine private Rente mittels Lebens- und Rentenversicherung sowie die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Dabei gilt: Je früher man mit einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge beginnt, desto höher sind die späteren Erträge aus den Renten- und Lebensversicherungen.

Wie man die Rentenlücke schließt

Gut für die Versicherten, denn hohe Erträge lassen die Versorgungslücke im Alter schrumpfen. Um als 65jähriger Mann tatsächlich eine Monatsrente von 1.000 Euro zu erhalten, müsste er allerdings einen Einmalbeitrag von rund 191.000 Euro einzahlen.

Die betriebliche Altersvorsorge wird jedoch nur zögerlich angenommen. Bislang haben 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland eine bAV abgeschlossen. Für 2004 plant nur jeder Zehnte auf diese Art vorzusorgen. Acht von zehn Beschäftigten werden hingegen nicht über ihren Arbeitgeber die Altersvorsorge betreiben.

Insgesamt nur fünf Prozent der Renteneinkünfte in Deutschland stammen aus der betrieblichen Altersvorsorge, so der aktuelle Kundenkompass von Delta Lloyd. Bei der Privatrente sieht es nicht anders aus: Viele Versicherte zahlen beispielsweise nicht mehr als 50 Euro monatlich für Kapitallebensversicherungen. Zu wenig, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen.

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