Rund die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer verlässt sich nach wie vor auf die gesetzliche Rente. Bis zum Jahre 2030 soll das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent des Bruttolohns minus Sozialabgaben sinken.
Rechtzeitig vorsorgen: Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen
Durchschnittsrentner hat nur 39 Beitragsjahre
Die 2002 in Rente gegangenen Männer haben im Schnitt nur 39 Jahre Rentenbeiträge eingezahlt, die Frauen sogar nur 23 Jahre. 45 Jahre Arbeitszeit sind die Ausnahme. Das geht aus der aktuellen Studie "Kundenkompass betriebliche Altersversorgung" von Delta Lloyd und dem F.A.Z.-Institut hervor.
Die Folge: Der Durchschnittsrentner, der sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlässt und nicht zusätzlich fürs Alter vorsorgt, wird faktisch zum Sozialfall. Denn die Bruttorente beim Renteneintritt wird bis 2030 dramatisch abfallen - auf 37,7 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. 2040 werden es sogar nur noch 35,6 Prozent sein, so der "Kundenkompass betriebliche Alterversorgung". Zum Vergleich: Zurzeit sind es noch 48 Prozent.
Rentenniveau auf Sozialhilfesatz
Ein Trend mit fatalen Folgen: So könnte das Rentenniveau nach dem Jahr 2050 auf den Sozialhilfesatz absinken. Letztgenanntes liegt konstant bei 26 Prozent des Brutto-Durchschnittseinkommens.
Alarmierende Zahlen - doch die Politik versucht den Arbeitnehmer zu beruhigen: Rein rechnerisch sei der dargebotene Eckrentner finanziell auf der sicheren Seite: Im Westen erhält er eine Monatsrente von 1.082 Euro. In Ostdeutschland würde der Eckrentner monatlich 951 Euro bekommen. Diese optimistischen Zahlen lassen die künftigen Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung außer Acht.
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