Mittwoch, 8. Februar 2012, 06:00 Uhr

manager magazin



Börsemanager magazin RSS  - Börse - Börse

Alle Artikel und Hintergründe

22.06.2004
 

Vorsorge

Rente auf Sozialhilfeniveau

Politiker rechnen die gesetzliche Rente schön. Den statistischen "Eckrentner", der 45 Jahre lang steigende Beiträge zahlt, gibt es aber nicht mehr. Wer nicht bis 80 arbeiten will, muss jetzt handeln.

Rund die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer verlässt sich nach wie vor auf die gesetzliche Rente. Bis zum Jahre 2030 soll das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent des Bruttolohns minus Sozialabgaben sinken.

  Rechtzeitig vorsorgen:   Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen

Rechtzeitig vorsorgen: Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen

Doch die Sicherheit ist trügerisch. Der Gesetzgeber legt seinen Berechnungen den so genannten "Eckrentner" als durchschnittlichen Rentenbezieher zu Grunde. Der hat 45 Jahre gearbeitet, dabei regelmäßig das Bruttodurchschnittsgehalt verdient und immer Rentenbeiträge abgeführt. Der Durchschnittsrentner auf dem Papier hat jedoch nur wenig mit dem Durchschnittsrentner der Wirklichkeit zu tun.

Durchschnittsrentner hat nur 39 Beitragsjahre

Die 2002 in Rente gegangenen Männer haben im Schnitt nur 39 Jahre Rentenbeiträge eingezahlt, die Frauen sogar nur 23 Jahre. 45 Jahre Arbeitszeit sind die Ausnahme. Das geht aus der aktuellen Studie "Kundenkompass betriebliche Altersversorgung" von Delta Lloyd und dem F.A.Z.-Institut hervor.

Die Folge: Der Durchschnittsrentner, der sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlässt und nicht zusätzlich fürs Alter vorsorgt, wird faktisch zum Sozialfall. Denn die Bruttorente beim Renteneintritt wird bis 2030 dramatisch abfallen - auf 37,7 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. 2040 werden es sogar nur noch 35,6 Prozent sein, so der "Kundenkompass betriebliche Alterversorgung". Zum Vergleich: Zurzeit sind es noch 48 Prozent.

Rentenniveau auf Sozialhilfesatz

Ein Trend mit fatalen Folgen: So könnte das Rentenniveau nach dem Jahr 2050 auf den Sozialhilfesatz absinken. Letztgenanntes liegt konstant bei 26 Prozent des Brutto-Durchschnittseinkommens.

Alarmierende Zahlen - doch die Politik versucht den Arbeitnehmer zu beruhigen: Rein rechnerisch sei der dargebotene Eckrentner finanziell auf der sicheren Seite: Im Westen erhält er eine Monatsrente von 1.082 Euro. In Ostdeutschland würde der Eckrentner monatlich 951 Euro bekommen. Diese optimistischen Zahlen lassen die künftigen Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung außer Acht.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben