Montag, 19. November 2018

Chinesische Währung setzt Talfahrt fort Yuan auf Zehn-Jahres-Tief

Währung auf Tiefstand: Yuan sackt ab
AP/Wang chun - Imaginechina
Währung auf Tiefstand: Yuan sackt ab

Die chinesische Währung Yuan setzte am Morgen die Kursschwäche der vergangenen Handelstage fort. In der vergangenen Nacht wurde der tiefste Stand seit etwa zehn Jahren erreicht. Zeitweise wurden für einen Dollar 6,9741 Yuan gezahlt. Noch mehr musste zuletzt im Jahr 2008 gezahlt werden.

Schon am vergangenen Freitag sackte der Yuan auf einen Tiefststand und rief den Vize-Notenbankchef auf den Plan, als er Anleger davor warnte, auf den weiteren Verfall der chinesischen Währung zu spekulieren. Auch betonte er, dass China hohe Währungsreserven habe. Die chinesischen Behörden hatten versprochen, eine "wettbewerbsbedingte Abwertung" zu vermeiden, um die Exporte im Zollkrieg mit den USA anzukurbeln. Mit Spannung wird nun beobachtet, ob die Notenbank ein eventuelles Überschreiten der Sieben-Dollar-Grenze tolerieren wird.

Die chinesische Währung hat in den vergangenen sechs Monaten im Handel mit dem Dollar etwa neun Prozent an Wert verloren. Die Zeit ist geprägt von einem ernsten Handelskonflikt zwischen den USA und China. Ausgehend von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump haben sich beide Länder zuletzt mehrfach mit Strafzöllen auf Waren aus dem jeweils anderen Land überzogen.

Eine Deeskalation ist derzeit nicht in Sicht. Im Gegenteil: Laut "Bloomberg" will Trump künftig auch Strafzölle auf alle verbleibenden chinesischen Importe verhängen, sollte sein Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinging keine Entspannung im Handelskonflikt bringen.

dpa-afx/rtr/ap/akn

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