Samstag, 26. Mai 2018

Investmentguru profitiert von Trumps Steuerplänen Buffett treibt Berkshire-Aktie erstmals über 300.000 $

Darauf ein Eis: Erstmals notiert die Aktie von Berkshire Hathaway bei mehr als 300.000 Dollar - Altmeister Waren Buffett, dem CEO von Berkshire, sei Dank.

2. Teil: Steuerreform steigert Berkshires Wert um mehrere Milliarden

Eingestiegen ist Buffett bei Berkshire Hathaway bekanntlich schon viel früher - und auf einem ganz anderen Kursniveau: Anfang der 1960er Jahre erwarb er zum Stückpreis von 7,50 Dollar zunächst 2000 Anteilsscheine des Unternehmens, bei dem es sich seinerzeit noch um einen Textilbetrieb handelte. Mehr als 50 Jahre später hat Buffett aus Berkshire Hathaway eine Beteiligungsholding gemacht, in deren umfangreichem Portfolio sich namhafte Unternehmen wie Coca-Cola Börsen-Chart zeigen, die Versicherer Geico sowie General Re oder auch der iPhone-Bauer Apple Börsen-Chart zeigen befinden.

Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 490 Milliarden Dollar gehört Berkshire zu den wertvollsten Unternehmen der USA. Buffett, der 17 Prozent der Anteile hält, notiert "Forbes" mit einem Vermögen von 85,6 Milliarden Dollar gegenwärtig nach Amazon-Chef Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates als drittreichsten Mann auf dem Planeten.


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Bild: Wochit / Getty

Auf dem Weg zu diesem Status hat Buffett mit der Berkshire-Aktie verschiedene Meilensteine passiert: 1983 sprang der Kurs erstmals über die Marke von 1000 Dollar (gleiches gelang übrigens beispielsweise den Tech-Konzernen Amazon Börsen-Chart zeigen und Alphabet Börsen-Chart zeigen just in diesem Jahr), 1992 notierte Berkshire erstmals über 10.000 Dollar und 2006 erstmals über 100.000 Dollar.

Um etwa 21 Prozent hat Investmentguru Buffett den Kurs der Aktie im Schnitt pro Jahr nach oben getrieben, seit er in den 1960er Jahren das Ruder bei Berkshire übernahm. Auch im laufenden Jahr steht das Papier erneut mit mehr als 20 Prozent im Plus. Noch Ende November notierte die Aktie bei etwas mehr als 270.000 Dollar - dann kam der Turbo in Gestalt von Trumps Steuerreform, die in Washington entscheidende Hürden nahm.

Der Kursschub, den der Erfolg der Steuerreform auslöste, kommt wohl nicht von ungefähr. Der größte Teil der Berkshire-Umsätze entsteht in den USA, so dass sich die geplanten Steuersenkungen für das Unternehmen wohl besonders positiv auswirken werden. Das "Wall Street Journal" zitiert die Analysten der Barclays Bank mit der Einschätzung, der Buchwert von Berkshire Hathaway könne durch Trumps Steuerpläne um etwa 9 Prozent oder 27 Milliarden Dollar steigen.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Buffett habe bereits signalisiert, dass ein großer Teil der Vorteile, die sein Unternehmen durch die Steuerreform erwarte, an die Kunden weitergereicht werde, so das "WSJ". Die Aktionäre, so der Altmeister, sollten aber ebenfalls davon profitieren.

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