Donnerstag, 24. August 2017

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Investieren in Cyber-Security-Aktien So können auch Anleger mit Hacker-Attacken Geld verdienen

Nichts geht mehr ohne EDV und Vernetzung: Die zunehmende Bedeutung von IT-Sicherheit beschert der Branche einen Wachstumsmarkt - und Anlegern Investmentchancen

Die "WannaCry"-Hacker-Attacke rückte das Thema IT-Sicherheit weltweit in den Fokus - und ließ an der Börse die Kurse einschlägiger Firmen emporschnellen. Eine attraktive Nische für Investoren.

Es gibt nicht viele Themen, mit denen sich in der modernen Gesellschaft wirklich beinahe jeder auseinandersetzen sollte, aber dieses gehört definitiv dazu: IT-Sicherheit. Kaum jemand, der nicht zumindest gelegentlich per Smartphone, Tablet oder Notebook kommunizieren würde oder im Internet unterwegs wäre. Von Firmen, Behörden und anderen Institutionen ganz zu schweigen, bei denen ohne EDV und Vernetzung heute vielfach kaum noch etwas geht.

Nicht zuletzt der weltweite Hacker-Angriff mit der Erpresser-Software "WannaCry" vor wenigen Tagen hat die Problematik einmal mehr drastisch vor Augen geführt.

Was für viele Menschen und Firmen ein Problem darstellt, ist für die Technologiebranche allerdings eher das Gegenteil davon, nämlich eine lukrative Geschäftschance. Rund um den Globus fließen Jahr für Jahr Milliarden in die IT-Sicherheit, mit stetig steigender Tendenz. Allein 2016, so die Marktforscher vom Institut Gartner, legte die Summe, die dieses Thema rund um den Globus verschlang, um 7,9 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar zu.

Ein Megamarkt also, der auch an der Börse nicht unbemerkt blieb. Zahlreiche IT-Firmen insbesondere aus den USA, aber auch von anderswo, die ihr Geld vor allem mit Hacker- und Virenbekämpfung verdienen, sind dort bereits notiert. Die Kursverläufe zeigen - entsprechend dem wachsenden Geschäftsfeld - in der Tendenz seit einiger Zeit meist nach oben, wobei schlagzeilenträchtige Ereignisse wie die "WannaCry"-Attacke beinahe regelmäßig für besondere Kurssprünge sorgen.

Hacker-Angriff lässt Kurse steigen

Unmittelbar nachdem der Angriff, dem britische Krankenhäuser ebenso wie deutsche Bahnhöfe sowie verschiedene Industriebetriebe zum Opfer fielen und hinter dem eine mysteriöse Hacker-Gruppe namens "Lazarus" mit angeblichen Verbindungen nach Nordkorea vermutet wird, publik wurde, schossen viele Aktien einschlägiger Unternehmen in die Höhe. So stiegen beispielsweise die Papiere von IT-Sicherheitsfirmen wie Sophos Börsen-Chart zeigen in London oder Symantec Börsen-Chart zeigen an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq binnen eines Tages zum Teil um fünf bis zehn Prozent.

"Nach Cyberattacken werden Menschen sensibler für die Sicherheit ihrer Computer", kommentiert der Technologie-Analyst Neil Campling von Northern Trust solche Kursausschläge. "Man erkennt danach oft eine steigende Nachfrage nach entsprechender Software."

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