Freitag, 22. September 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Billigste Währung der Welt So billig kann die Türkei nicht bleiben, glaubt Goldman Sachs

Milliardäre am Bosporus: Wie Erdogans Wirtschaftskrise die reichsten Türken ärmer macht
Fotos
AP

Als Fans des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wollen die westlichen Investmentbanken wie Goldman Sachs oder Société Générale wohl kaum gesehen werden. Aber sie sind sich einig in einem Urteil, das wie eine Wette auf ein Comeback des türkischen Wirtschaftswunders klingen könnte.

Die Landeswährung Lira gilt den Devisenanalysten als größte Hoffnung auf steigende Kurse. Wie "Bloomberg" schreibt, wird sie von mehreren Häusern als die am meisten unterbewertete Währung der Welt betrachtet.

"Es schreit nach Schnäppchen", kommentiert Marktstratege Timothy Ash von der Londoner Firma Bluebay, die im großen Stil türkisches Bargeld und Anleihen gekauft hat. "Verglichen mit anderen Währungen aus Schwellenländern bevorzugen wir weiterhin stark die Lira", verbreitet Kollege Phoenix Kalen von der Société Générale dieselbe Botschaft - nur etwas weniger marktschreierisch.

In diesem Monat hat die Lira mit einem Wert von derzeit 24 Euro-Cent wieder leicht gegenüber dem Rekordtief von 23,76 Cent zu Anfang August zugelegt. Gegenüber dem schwächelnden Dollar ist der Kurs bereits sieben Monate in Folge gestiegen - aber nach dem Absturz der Vorjahre ist das nur ein leichtes Abbremsen auf einer langen Talfahrt: Vor sieben Jahren war die Lira noch mehr als 50 Cent wert.

Seite 1 von 2
Nachrichtenticker

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH