Montag, 20. August 2018

Autovermieter Erich Sixt verkauft Anteile

Erich Sixt: Der Konzerngründer senkt seinen Anteil an dem Autovermieter auf 58,3 Prozent

Nach einer Privatplatzierung des Konzerngründers Erich Sixt sind die Stammaktien des Autovermieters am Mittwoch abgerutscht. Die Papiere verloren rund 6 Prozent auf 105,90 Euro.

Erich Sixt trennte sich von etwas mehr als einer Millionen Aktien und senkte damit seinen Anteil von bis dato 61,6 auf 58,3 Prozent. Börsianern zufolge gingen die Papiere für 102 Euro über den Tisch.

Auf der einen Seite sei es verständlich, dass Sixt Börsen-Chart zeigen nach dem imposanten Kursverlauf einige Gewinne realisieren wolle, sagte ein Marktteilnehmer. Immerhin würden die Papiere mit dem höheren Streubesitz gleichzeitig besser handelbar und so attraktiver. Andererseits dürften sich die Anleger fragen, ob sie dem Beispiel von Erich Sixt nicht folgen sollten.

Im bisherigen Jahresverlauf waren die Sixt-Aktien zeitweise um gut 54 Prozent auf ein Rekordhoch von 116,40 Euro geklettert. Mit dem gestrigen Xetra-Schlusskurs sind sie mit plus 50 Prozent bester SDax-Wert.

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Kurz vor der Privatplatzierung hatte die Privatbank Hauck & Aufhäuser das Kursziel für Sixt von 86 auf 115 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Mit den unerwartet starken Zahlen zum ersten Quartal und den erhöhten Jahreszielen habe der Autovermieter einmal mehr seine außerordentlich gute Geschäftsdynamik unter Beweis gestellt, schrieb Analyst Pierre Gröning in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognosen (EPS) für 2018 und 2019 um rund 13 beziehungsweise rund 18 Prozent.

mg/dpa-afx

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