Dienstag, 18. September 2018

Healthineers, Epcos, Osram, Infineon So schlagen sich Siemens' Ex-Töchter an der Börse

6. Teil: Infineon: Fulminantes Comeback reicht noch nicht

Damaliger Infineon-Chef Ulrich Schumacher vor der Frankfurter Börse (13.3.2000)

Infineon ist für Anleger, die auf dem Höhepunkt des Neuen Marktes dem Börsenrausch verfielen, ein Reizwort. Der Chipfabrikant wurde von Siemens im März 2000 an die Börse gebracht, der Auftritt des damaligen Vorstandschefs Ulrich Schumacher im Renn-Porsche sollte noch lange die Gemüter erregen, weil die Aktie nach einem schnellen Höhenflug über 90 Euro sehr schnell wieder abstürzte. Dividende gab es einmal üppig, dann jahrelang gar nicht.

Siemens hatte sich schadlos gehalten, wie es schien. Umso mehr, als Infineon das Beispiel mit seiner eigenen Abspaltung Qimonda nicht wiederholen konnte. Deren Pleite riss Infineon beinahe mit in den Umgang, im Krisenjahr 2009 wurde die Aktie als Pennystock weit unter einem Euro gehandelt.

Das seitdem gefeierte fulminante Comeback mit Rückkehr in den Dax Börsen-Chart zeigen und seit 2010 wieder regelmäßig gezahlten (und steigenden) Dividenden reicht zwar bei weitem nicht an den ersten Börsenkurs von 77,95 Euro heran. Doch diesen können die gebrannten Aktionäre nicht Siemens anlasten. Der Ausgabepreis von 35 Euro, zu dem sie die Papiere zeichnen durften, ist nicht ganz so weit entfernt.

Performance der Infineon-Aktie Börsen-Chart zeigen einschließlich Dividende seit 13. März 2000: minus 31,5 Prozent

Performance der Siemens-Aktie Börsen-Chart zeigen in derselben Zeit: plus 26,6 Prozent

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