Mittwoch, 12. Dezember 2018

Weltgrößte Öl-Firma Saudi Aramco kommt wohl erst 2019 an die Börse

Ölgewinnung in Saudi-Arabien: Das Land will den weltgrößten Öl-Produzenten Aramco an die Börse bringen.

Der Rekord-Börsengang des saudi-arabischen Ölriesen Aramco wird nach Informationen der "Financial Times" verschoben. Statt wie anvisiert in der zweiten Jahreshälfte 2018 werde es erst 2019 soweit sein, berichtete die britische Zeitung am Montag. Sie berief sich auf britische Experten, die von saudi-arabischer Seite davon unterrichtet worden seien.

Demnach kann sich London Hoffnungen machen, einer der Börsenplätze für den Börsengang zu werden. Daneben seien New York und Hongkong im Rennen, heißt es in dem Bericht.

Der Gang aufs Parkett von Aramco soll 100 Milliarden Dollar in die Kasse des Staates spülen. Dafür will Saudi-Arabien 5 Prozent des Staatskonzerns verkaufen.

Das weltgrößte Öl-Unternehmen hätte damit einen Gesamtwert von zwei Billionen Dollar und wäre auf einen Schlag die mit Abstand wertvollste börsennotierte Firma der Welt. Zum Vergleich: Der aktuelle Spitzenreiter ist der iPhone-Bauer Apple Börsen-Chart zeigen mit einem Marktwert von 922 Milliarden Dollar

Saudi-Arabien hat wegen des Verfalls des Ölpreises ein Riesendefizit in den vergangenen drei Haushaltsjahren angehäuft. Der Börsengang ist Teil eines Plans namens Vision 2030, mit dem das Königreich seine Abhängigkeit von den Erdöleinnahmen reduzieren will. Dazu gehören auch die Gründung eines Staatsfonds, Strukturreformen und weitere Privatisierungen.

cr/afp

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