Mittwoch, 29. Juni 2016

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Konzernumbau Parfümeriekette Douglas soll 2015 an die Börse

Schick machen für den Börsengang: Douglas soll an die Börse, die restlichen Sparten der Holding stehen zum Verkauf

Die Parfümeriekette Douglas soll 2015 an die Börse gehen, ihr Chef ist jetzt schon auf dem Sprung. Alle anderen Sparten der Holding, so die Buchsparte Thalia und der Schmuckhändler Christ, will der US-Mehrheitseigner Advent verkaufen.

Hamburg - Der US-Finanzinvestor Advent, Mehrheitseigner der Douglas Holding, will die Parfümeriekette Douglas bereits 2015 an die Börse bringen. Wie das manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. Juni) berichtet, entwickeln sich Douglas' Duft- und Kosmetikshops besser als ursprünglich erhofft.

Sollte das Kapitalmarktumfeld einen Börsengang der Parfümeriesparte im nächsten Jahr nicht zulassen, stünden auch strategische Interessenten bereit, so das manager magazin. Das französische Kartellamt genehmigte soeben die Übernahme des Konkurrenten Nocibé durch Douglas. Nach erfolgreicher Integration der französischen Kette könnte ein schlagkräftiger, in Europa gut vertretener Parfümeriekonzern entstehen.

Die restlichen Unternehmensteile der Douglas-Holding sollen verkauft werden: Die Buchsparte Thalia und der Schmuckhändler Christ sollen möglichst noch in diesem Jahr neue Eigner finden. Die Hussel-Confiserien gingen bereits im März an den Finanzinvestor Emeram. Die Modehäuser Appelrath Cüppers stehen zum Verkauf.

Douglas-Chef Kroneder will Vertrag nicht verlängern

Eine Douglas-Sprecherin sagte, die Douglas-Holding kommentiere "Spekulationen über mögliche Verkäufe einzelner Tochtergesellschaften grundsätzlich nicht". Die Holding überprüfe "regelmäßig ihre strategischen Optionen". Sie habe "schon immer Unternehmensteile gekauft und verkauft, und das wird auch für die Zukunft weiter gelten."

Möglicherweise muss Advent für die Parfümeriekette noch vor ihrem Börsengang einen neuen Chef suchen. Der aktuelle Amtsinhaber Manfred Kroneder wolle seinen Ende September 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, berichtet das manager magazin weiter. Grund sei Kroneders gestörtes Verhältnis zum Vorstandsvorsitzenden der Douglas-Holding, Henning Kreke. Advent würde den erfolgreichen Manager, der seit seinem Amtsantritt im September 2012 Umsatz und Gewinn der rund 1200 Douglas-Filialen gesteigert hat, gern halten.

Die Douglas-Sprecherin sagte, die Holding kommentiere "Gerüchte zu Personalien grundsätzlich nicht". Man sei jedoch "zuversichtlich, auch in Zukunft mit Manfred Kroneder als Leiter unserer Parfümerie-Sparte zusammenzuarbeiten." Advent lehnte jeden Kommentar zu den Informationen ab.

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