Samstag, 27. August 2016

Börsenprofi Carsten Klude erklärt Wie es mit dem Ölpreis und den Schwellenländern weitergeht

Ölpreis: Geht die Erholung weiter?

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Seit Sommer 2014 befindet sich der Ölpreis im Sinkflug: Lag der Preis von einem Barrel Öl Börsen-Chart zeigen (159 Liter) damals bei rund 110 US-Dollar, so kostete dieselbe Menge des "schwarzen Goldes" Mitte Februar nur 25 US-Dollar. Doch seitdem hat sich der Ölpreis um mehr als 50 Prozent verteuert. Der Preisanstieg ist vor allem auf Signale eines verringerten Ölangebots zurückzuführen. So wollen sich Mitte April in Doha viele OPEC- und Nicht-OPEC-Länder treffen, um über das Einfrieren der Fördermengen zu beraten. Noch wichtiger ist aber das sinkende Ölangebot aus den USA.

Carsten Klude
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    Carsten Klude ist Chefvolkswirt der Privatbank M. M. Warburg in Hamburg.
Die Industrieproduktion im Sektor "Drilling Oil & Gas Wells" lag im Februar 2016 um 60 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleiches gilt für den sogenannten "Rig Count", also die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen. Beide Entwicklungen werden dazu führen, dass der Ölpreis tendenziell weiter ansteigen wird.

Kurzfristig steht dem allerdings die negativ zu beurteilende Entwicklung bei den Öllagerbeständen gegenüber. Denn trotz der rückläufigen Förderung sind die Lagerbestände bis zuletzt kontinuierlich angestiegen. Mit mehr als 520 Millionen Barrel Öl sind die Läger besser gefüllt als je zuvor, wie das US-Energieministerium in dieser Woche bekannt gab. Beim Ölpreis ist also zunächst eine Verschnaufpause wahrscheinlich, bevor die Preise weiter klettern werden.

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