Dienstag, 22. Mai 2018

Cloud Computing treibt Umsatz und Gewinn an Microsoft übertrifft Erwartungen

Microsoft profitiert vom Cloud-Geschäft

Über Jahrzehnte war Windows das Fundament des Microsoft-Geschäfts. Jetzt spielen Cloud-Dienste die Hauptrolle - und einstige Geldmaschinen werden auf die Rolle von Nebendarstellern reduziert. Das zeigen die aktuellen Zahlen, die Microsoft in der Nacht zu Freitag nach US-Börsenschluss vorlegte.

Demnach sprang der Gewinn im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar hoch. Der Umsatz wuchs um 16 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar, teilte Microsoft Börsen-Chart zeigen mit. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Wall Street deutlich.

Die Sparte mit Cloud-Lösungen, bei denen Dienste und Software aus dem Netz bereitgestellt werden, ist inzwischen fast genauso groß wie die Bereiche, in denen das angestammte Microsoft-Geschäft aufging. Im vergangenen Quartal wuchs ihr Umsatz um 17 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Die Erlöse mit der Cloud-Plattform Azure wurden mit einem Sprung von 93 Prozent fast verdoppelt - ihre genaue Höhe nennt Microsoft jedoch weiterhin nicht.

Die Produktivitäts-Sparte, zu der unter anderem die Office-Bürosoftware gehört, verbuchte ein Umsatzplus von ebenfalls 17 Prozent auf 9,01 Milliarden Dollar. Zu ihr gehört auch die Cloud-Version Office 365, deren Umsätze um gut 40 Prozent anstiegen. Auch hier nennt Microsoft allerdings keinen konkreten Betrag.

Und im Bereich Personal-Computing, in dem neben Windows auch das Geschäft mit Microsofts eigener Hardware samt Xbox-Spielekonsolen zusammengefasst ist, gab es ein Plus von 13 Prozent auf 9,92 Milliarden Dollar. Die Windows-Erlöse weist Microsoft gar nicht mehr einzeln aus.

Auch interessant: Amazon verdoppelt GewinnMicrosoft-Chef Satya Nadella arbeitete in den vergangenen Jahren daran, das Geschäft stärker über Windows hinaus auszubauen, das einst den Grundstein für den Aufstieg des Software-Konzerns gelegt hatte. Denn die Verbreitung von Smartphones hatte eine Talfahrt des PC-Marktes ausgelöst, die auch Microsofts Windows-Geschäft runterzog.

Die Aktie des Konzerns, die in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen war, legte im nachbörslichen Handel nochmal um rund drei Prozent zu, nachdem sie in einer ersten Reaktion auf die Zahlen zunächst etwas nachgegeben hatte.

dpa/akn

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