Sonntag, 30. April 2017

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HRE-Aktionäre Flowers scheitert vor Gericht

Seltenes Bild: Investor Christopher Flowers

Sie wollten eine höhere Abfindung, die ehemaligen Aktionäre der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate. Zu ihnen zählt auch der US-Investor Christopher Flowers. Doch ein Gericht aus München hat sie gestoppt.

München - Mehr als 200 ehemalige Aktionäre der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate sind vor dem Landgericht München mit einer Klage gegen den staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin gescheitert. Die Höhe der Abfindung von 1,30 Euro je Aktie, die die Anleger im Jahr 2009 bei der Verstaatlichung des Unternehmens erhalten hatten, sei sachgerecht gewesen, entschied die 5. Kammer für Handelssachen am Freitag in München.

Zu den Klägern in dem Verfahren gehörte auch der US-Investor Christopher Flowers, der sich als Großaktionär der HRE vehement gegen die Vorgehensweise des Staates gewehrt hatte und rund eine Milliarde Euro verlor. Für die Bank dürfte das Urteil eine weitere gute Nachricht sein.

Denn nach einem Milliardenverlust 2011 hat offenbar auch die Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) im vergangenen Jahr einen kleinen Gewinn verbucht. 2012 habe die FMS Wertmanagement (FMSW) unter dem Strich 37 Millionen Euro verdient, hieß es am Montag aus Finanzkreisen. Damit bestätigte sich ein Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL.

"Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht absolut nicht akzeptabel", sagt Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Anlegerschutzorganisation DSW, den Beschluss.

Ob die Kläger Rechtsmittel gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen wollen, ist noch nicht bekannt.

got/dpa-afx

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