Montag, 18. März 2019

Preissteigerungs- und Zinsangst So gelingt der Inflationsschutz fürs Vermögen

Was tun bei steigenden Preisen? Auch Geldanleger stehen mitunter vor diesem Problem.

2. Teil: Gold, der sichere Hafen - oder doch nicht?

Gold

Gold Börsen-Chart zeigen gilt als klassischer Inflationsschutz schlechthin - aber warum eigentlich? Sicher, wer Gold in Form von Münzen oder Barren im Safe liegen hat, kann zumindest auf dessen Substanzwert vertrauen. Die Gefahr, das Investment im Ernstfall komplett zu verlieren, besteht also wohl kaum. Der Preis von etwa 1330 Dollar je Unze erscheint zudem gegenwärtig nach längerer Talfahrt womöglich einladend zum Einstieg, wie beispielsweise Rainer Beckmann, Chef der Vermögensverwaltung ficon Börsebius in Düsseldorf, meint.

Einen echten Ernstfall allerdings, eine Hyperinflation also beispielsweise, gibt es in der Realität nicht allzu häufig. Und in Zeiten von mäßigeren Inflationsraten hat sich die schützende Wirkung des Edelmetalls bisher nicht unbedingt bestätigt.

"Das viel zitierte Gold ist statistisch gesehen kein besonders guter Schutz vor Inflation", bestätigt Frank Wieser, Chef der Vermögensverwaltung PMP in Düsseldorf. "Gold schützt bei echten Krisen, eine ansteigende Inflation wird von der Börse zwar kritisch gesehen, ist aber kein beängstigendes Krisenszenario."

Uwe Eilers, Geschäftsführer bei FV Frankfurter Vermögen, äußert sich ebenfalls skeptisch. "Bei Inflationsraten im einstelligen Bereich ist es eher so, dass Gold unattraktiver wird, da Edelmetalle weder Dividenden noch Zinsen abwerfen", sagt er. "Diese Differenz muss in dem Fall erst einmal ausgeglichen werden, was nicht unbedingt gewährleistet ist."

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