Montag, 20. August 2018

Zins bleibt auf Rekordtief Draghi hält die EZB auf bekanntem Kurs

EZB-Präsident Mario Draghi

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi hat erneut einen langsamen Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt. Der Notenbankchef machte am Donnerstag im Anschluss an die Zinsentscheidung in Frankfurt deutlich, dass die Leitzinsen bis mindestens Sommer 2019 unverändert bleiben. Er bekräftigte damit frühere Aussagen. Finanzteilnehmer hatten vor der Zinssitzung der EZB auf eine Präzisierung der Angaben gehofft.

Draghi geht zwar weiter von einem "soliden" Aufschwung in der Eurozone aus. Er sprach von einem "breitangelegten Wachstumspfad" und bezeichnete die Risiken für den Wachstumsausblick als weitgehend ausgewogen. Allerdings seien nach wie vor beträchtliche geldpolitische Impulse zur Stützung der Konjunktur notwendig.

Zuvor hatten die Währungshüter bei ihrer Zinsentscheidung keine Änderung ihrer Geldpolitik vorgenommen. Sie ließen die Leitzinsen auf dem Rekordtief. Außerdem hatten die Ratsmitglieder die bereits im Juni angekündigte Beendigung der Anleihekäufe zum Jahresende noch einmal bekräftigt.

cr/dpa-afx

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH