Mittwoch, 28. September 2016

Börsenprofi Robert Halver zeigt Wo Anleger jetzt noch Rendite bekommen

Globales Währungsgefüge - Ein Leitplankensystem muss her

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Ein Abwertungswettlauf mehrerer Länder läuft ins Leere: Wenn jede Notenbank versucht, die eigene Währung über Anleihekäufe zur Exportstimulierung abzuwerten, wird keine eine wirklich schwache Währung herbeiführen.

Dies ist ein Nullsummenspiel, das lediglich zu einer noch größeren internationalen Liquiditätsschwemme und insofern zu noch mehr Fehlallokationen und Blasenbildungen bei Anlageklassen führt. Sollten diese platzen, wären schwere konjunkturelle Kollateralschäden - siehe das Bersten der Immobilienblase 2008 - die logische Folge.

Robert Halver
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    Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank AG und bekannt durch regelmäßige Medienauftritte und als Kolumnist. Mit Wertpapieranalyse beschäftigt er sich seit über 20 Jahren.
Um die einzelnen geldpolitischen Währungsmanipulationen abzuwehren, ist es dringend nötig, einen Wechselkursmechanismus für die großen Wirtschaftsnationen einzuführen - ähnlich dem früheren EWS-System mit seinen eingeschränkten Währungsbandbreiten. Starke Währungsschwankungen wie zurzeit erschweren zudem die Kalkulation für Export- und Importfirmen und führen zu plötzlichen und dramatischen Portfolioumschichtungen beziehungsweise Kapitalfluchten. Hiermit können Verunsicherungen verbunden sein, die wiederum psychologische Störmanöver in der Realwirtschaft auslösen.

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