Mittwoch, 12. Dezember 2018

Geldanlage bei niedrigen Zinsen Superreich dank Dividenden - wie diese beiden Damen

Grund zur Freude: Die Milliardärinnen Susanne Klatten (l.) und Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann kassieren Jahr für Jahr gigantische Dividendenzahlungen von BMW beziehungsweise Continental

Frühjahr an der Börse, das heißt: Hochsaison für Dividendenjäger. Großaktionären wie den Familien Klatten/Quandt oder Schaeffler bringen die Ausschüttungen Jahr für Jahr Millionen. Daran kann sich jeder ein Beispiel nehmen.

Der Anzug maßgeschneidert, die Krawatte im leuchtenden gelb der hannoverschen Continental AG - und im Gesicht ein strahlendes Lächeln. Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann hat allen Grund zur guten Laune am Freitag dieser Woche im Kuppelsaal von Hannover, wo der Autozulieferer seine jährliche Hauptversammlung abhält.

Die 75-jährige Unternehmerin (Schaeffler-Gruppe) sitzt nicht nur im Aufsichtsrat von Continental, sie ist gemeinsam mit Sohn Georg auch Großaktionärin des Unternehmens. 46 Prozent beträgt der Anteil der Schaefflers an Continental - für Mutter Maria-Elisabeth und Sohn Georg bedeutet das, dass sie auch in diesem Jahr kurz nach dem Aktionärstreffen wieder eine Dividendenzahlung in Millionenhöhe aus Hannover erhalten werden.

Die Schaefflers sind nicht die einzigen, die mit Dividenden Jahr für Jahr ein Vermögen machen. Ein weiteres Beispiel: Die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt, die als Großaktionäre des Autobauers BMW Börsen-Chart zeigen in diesem Jahr sogar Gewinnausschüttungen von mehr als einer Milliarde Euro erhalten.

Solche Riesenbeträge müssen es natürlich nicht gleich sein, aber Dividenden können nicht nur für Superreiche eine lukrative Einnahmequelle bilden, sondern auch für Durchschnittsmenschen. Und dafür ist im Moment genau die richtige Zeit: Wie immer im Frühjahr überweisen gegenwärtig zahlreiche Unternehmen ihren Anteilseigner die Gewinnbeteiligungen. Etwa ein Dutzend Konzerne aus dem Dax beispielsweise werden das bis Ende April bereits getan haben, die restlichen folgen bis Ende Mai.

Auf Dividenden-Aristokraten konzentrieren

Insbesondere seit die Zinsen weltweit auf Tiefflug gegangen sind, finden die Ausschüttungen der Aktiengesellschaften besondere Beachtung. Und wie erst in dieser Woche wieder von EZB-Chef Mario Draghi zu hören war, wird sich an diesem Zinsumfeld in der Euro-Zone auch künftig noch eine Weile nicht viel ändern. Die Dividende ist der neue Zins - diese viel zitierte Weisheit wird am Finanzmarkt also wohl noch länger zu hören sein.

Der Spruch stimmt natürlich nicht ganz, denn nach wie vor gibt es zwischen festverzinsten Bankprodukten und Dividenden versprechenden Aktien mindestens einen entscheidenden Unterschied: Bei Tages- oder Festgeldern etwa geht der Anleger so gut wie kein Risiko ein, etwas von seinem angelegten Geld zu verlieren. Aktien dagegen, deren Kauf ja die Voraussetzung für eine Dividendenzahlung ist, bergen noch immer stets auch die Chance auf Kursgewinne - aber eben auch das Risiko von Kursverlusten.

Zudem ist klar: Längst nicht jedes börsennotierte Unternehmen zahlt auch eine Dividende. Das hängt vielmehr von der Geschäftslage, der Strategie des Managements sowie der Entscheidung der Aktionäre auf der Hauptversammlung ab. Im Dax beispielsweise gehen die Anleger von RWE Börsen-Chart zeigen sowie der Commerzbank Börsen-Chart zeigen in diesem Jahr leer aus.

Wer dagegen in Sachen Dividende auf Nummer sicher gehen will, hält sich an die sogenannten Dividenden-Aristokraten. Das sind Konzerne, die schon seit möglichst langer Zeit besonders zuverlässig eine Dividende gezahlt und diese nach Möglichkeit auch häufig erhöht haben.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Auf dem internationalen Parkett werden beispielsweise Weltkonzerne wie der Nahrungsmittelproduzent Nestlé Börsen-Chart zeigen oder der Pharmariese Novartis Börsen-Chart zeigen zu diesen Dividenden-Aristokraten gezählt. Im deutschen Leitindex Dax gehören Unternehmen wie Daimler Börsen-Chart zeigen, die Allianz Börsen-Chart zeigen oder BMW Börsen-Chart zeigen dazu, die auch beim aktuell hohen Kursniveau noch Dividendenrenditen von mehr als 4 Prozent bieten.

Hier die Übersicht über die wichtigsten Dividendenzahler im Dax:

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