Donnerstag, 24. Mai 2018

Apple-Bilanz zieht Zulieferer mit Apple lässt Aktien von Infineon und Dialog springen

iPhone X: Das bestverkaufte Apple-Telefon in jeder Woche des abgelaufenen Quartals - das erfreut auch die Aktionäre der Apple-Zulieferer Dialog und Infineon

Apple hat die Anleger im zweiten Geschäftsquartal einmal mehr überzeugt. Der Zwischenbericht strahlte am Mittwoch positiv auf den gesamten europäischen Technologiesektor ab: Die Papiere der stark vom US-Konzern abhängigen Zulieferer wie Dialog Semiconductor Börsen-Chart zeigen oder die österreichische AMS kletterten um 9 und 6 Prozent. Infineon Börsen-Chart zeigen setzten sich mit fast 4 Prozent Kursplus an die Dax-Spitze.

In den vergangenen Monaten war immer wieder spekuliert worden, das über 1000 Euro teure neueste iPhone verkaufe sich nach einem ersten Schub im Weihnachtsgeschäft schwach. Nun war es jedoch das bestverkaufte Apple-Telefon in jeder Woche des Quartals gewesen. Etwas niedrigere Durchschnittspreise seien Folge von Abverkäufen vorheriger Generationen, die Preisaussichten blieben also insgesamt erfreulich erklärte Analyst Neil Wilson von Markets.com.

Auch Commerzbank-Analyst Thomas Becker äußerte sich positiv: Das iPhone X habe zwar nicht den erhofften "Super-Zyklus" eingeläutet, aber die Nachfrage nach Smartphones der Amerikaner sei auch nicht weggebrochen. Dialog macht laut Becker etwa 75 Prozent seiner Umsätze mit Apple Börsen-Chart zeigen, AMS rund 35 und Infineon 5 Prozent.

"Fast schon mit Ansage wurden die zuvor deutlich abgesenkten Erwartungen locker übertroffen", erklärte Börsenbriefautor Hans Bernecker mit Blick auf die Apple-Ergebnisse. "Der Ausblick für das laufende Quartal beruhigt die Gemüter."

UBS-Experte Timothy Arcuri äußerte sich allerdings etwas zurückhaltend für die Zulieferer. Apple werde versuchen, den hohen Kostendruck weiterzugeben.

mg/dpa-afx

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