Montag, 23. Oktober 2017

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Börse Dax dümpelt, Nasdaq testet Rekordhoch

Volkswagen: 23.000 Stellen in Deutschland fallen weg - ohne betriebsbedingte Kündigungen
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Volkswagen: 23.000 Stellen in Deutschland fallen weg - ohne betriebsbedingte Kündigungen

Der Dax gibt am Freitag im späten Handel seine Gewinne wieder ab und schließt auf Wochensicht unverändert. Gefragt sind Aktien von ProSieben und von Infineon. Die Nasdaq markiert zeitweise ein Rekordhoch.

Nach einem wechselhaften Verlauf schloss der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen am Freitag mit 0,2 Prozent im Minus bei 10.664 Punkten. Mangels richtungsweisender Impulse setzte er damit seinen Zick-Zack-Kurs der vergangenen Handelstage auch zu Wochenschluss fort. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet dies ein Minus von 0,1 Prozent. Nach Ansicht der Landesbank Helaba hat es dem Dax Börsen-Chart zeigen in den vergangenen Tagen an der nötigen Kraft gefehlt, um die jüngste Rally nach dem US-Wahlsieg von Donald Trump auszubauen. Im Gegensatz zur Rekordjagd an der Wall Street scheiterte der deutsche Leitindex seit Monaten immer wieder an der viel beachteten Marke von 10 800 Punkten.

Die Indizes aus der zweiten Reihe bewegten sich zum Wochenschluss etwas deutlicher: Die mittelgroßen Werte im MDax Börsen-Chart zeigen gaben um 0,3 Prozent nach, während der Technologiewerteindex TecDax um 0,6 Prozent auf 1735 Punkte stieg.

Im Fokus standen vor allem die Papiere von Volkswagen Börsen-Chart zeigen: Im Rahmen eines sogenannten "Zukunftspaktes" hat sich der Autobauer mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren geeinigt, um die angeschlagene Kernmarke wieder flott zu machen. 23.000 Stellen sollen demnach alleine in Deutschland wegfallen. Die VW-Aktie gab ihre Gewinne im späten Handel jedoch wieder ab.

Dow Jones kaum verändert, Nasdaq zeitweise auf Rekordhoch

Nach der jüngsten Rekordjagd ist den US-Börsen zum Wochenschluss etwas die Puste ausgegangen. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen trat am Freitag Abend auf der Stelle bei 18.903 Punkten, ebenso wie der breiter gefasste S&P-500 bei 2188 Zählern.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen markierte allerdings ein frisches Allzeithoch und gewann 0,2 Prozent auf 5344 Punkte., bevor auch dort Gewinnmitnahmen einsetzten und die Indizes leicht in die Verlustzone drehten.

Unter den Technologie Einzelwerten stach SAP -Rivale Salesforce hervor. Die Aktien verteuerten sich um 5,6 Prozent, nachdem die Softwarefirma ihren Quartalsumsatz stärker als von Analysten erwartet gesteigert hatte. Auch die Aktie von Amazon Börsen-Chart zeigen setzte ihre Erholung fort: Amazon Börsen-Chart zeigen will künftig gemeinsam mit Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen

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Tesla übernimmt SolarCity

Der Kurs der Modekette Abercrombie & Fitch stürzte dagegen um rund elf Prozent ab. Die Erlöse des Unternehmens gehen seit 15 Quartalen in Folge zurück.

Aktien des Solarpanel-Hersteller SolarCity profitierten von der Zustimmung seiner Aktionäre für die geplante Übernahme durch Tesla. Der Elektroauto-Pionier will mit dem Zukauf groß in das Solarstrom-Geschäft einsteigen. Aktien von SolarCity gewannen 2,3 Prozent.

Deutsche Bank verkauft Beteiligung an Hua Xia

Der Verkauf ihrer Beteiligung an der chinesischen Bank Hua Xia spült der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen umgerechnet 3,17 Milliarden Euro in die Kassen. Die Bank bezifferte den Erlös für das knapp 20-prozentige Aktienpaket am Freitag auf 23,2 Milliarden Yuan. Das liegt am unteren Ende der Spanne, die das Institut Ende 2015 angegeben hatte, als es sich mit dem chinesischen Versicherer PICC Property & Casualty Co grundsätzlich über den Verkauf geeinigt hatte. PICC zahlt nach eigenen Angaben 22,4 Milliarden Yuan (3,08 Milliarden Euro) an die Deutsche Bank. Die Differenz hatte sie bereits als Dividende von Hua Xia erhalten.

Der Verkauf hatte sich über Monate hingezogen, weil die letzten Genehmigungen der Behörden noch ausstanden. In dieser Zeit verschlechterte sich der Kurs des Yuan. Der Bank winkt nun ein kleiner Buchgewinn. Ende September stand die Beteiligung nur noch mit 2,8 Milliarden Euro in den Büchern. Anfang 2015 war die Beteiligung an Hua Xia umgerechnet mehr als vier Milliarden Euro wert - doch da hatte sich die Deutsche Bank noch nicht zu einem Verkauf durchringen können.

Euro bleibt unter Druck

Ein schwächerer Euro-Kurs stützte Exportwerte. Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, hatte am Vorabend erstmals klar signalisiert, dass es im Dezember einen Zinsschritt geben könnte. Daraufhin fiel der Euro am Freitag erstmals seit Dezember 2015 wieder unter die Marke von 1,06 US-Dollar zurück, was im Grunde günstig für die Exportaussichten der Unternehmen ist.

Der Effekt des schwachen Euros wirkte am Morgen jedoch nicht nachhaltig. Börsianer sprachen davon, dass es dem Aktienmarkt an Dynamik fehlt, die den Dax Börsen-Chart zeigen an und vor allem über die vielbeachtete Marke von 10 800 Punkten treiben könnte. An dieser Schwelle beißt sich der Leitindex schon seit August die Zähne aus.

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