Samstag, 16. Dezember 2017

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Börse Schwacher Dollar lässt Dax abtauchen

Der Dax fällt zurück ins Minus, belastet durch einen schwachen Dollar und durch leichte Verluste an der Wall Street. Nun wackelt erneut die Marke von 13.000 Punkten.

Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch den Rückwärtsgang eingelegt. Wegen des Feiertags im katholischen Süddeutschland (Buß- und Bettag) waren die Umsätze gering. Bis zum Handelsschluss auf Xetra baute der Dax Börsen-Chart zeigen seine Verluste auf 1,1 Prozent aus und schloss bei 13.015 Punkten. Am Mittag hatte er noch 150 Punkte höher notiert.

Als Belastung wirkten der schwächere Handelsbeginn in den USA sowie der anziehende Eurokurs: Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen legte am Nachmittag deutlich zu und stieg auf 1,1791 US-Dollar. Auslöser war, dass die Verbraucherstimmung in der Eurozone im November auf den höchsten Wert seit Januar 2001 gestiegen war.

Auch in den USA notierten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen jeweils leicht im Minus, da Anleger Gewinne mitnahmen. An der Wall Street wurden am Dienstag Abend neuerliche Rekordstände gemessen - der Dow Jones Börsen-Chart zeigen erreichte im Handelsverlauf ein neues historisches Hoch. Nun bringen Anleger Gewinne in Sicherheit.

Auch der MSCI-Weltindex markierte am Dienstag mit 501,80 Stellen den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch. Dieser Index wird von zahlreichen ETF abgebildet - Anleger nutzen ETF-Investments auf weltweite Indizes, um ihre Geldanlage bei niedrigen Kosten breit zu streuen.

Hängepartie in Berlin bremst die Kauflaune in Europa

"Die politischen Risiken durch die Hängepartie in Berlin sind weiter ein Thema und bremsen die Kauflaune auf dem Frankfurter Parkett", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "Der politische Stillstand Deutschlands ist für die Weiterentwicklung Europas schädlich", fasste Volkswirtin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim zusammen. Zudem sinke die Einflussnahme Deutschlands: "Der französische Präsident Macron, der sich für eine Reform der Europäischen Union einsetzt, wartet auf eine Antwort und könnte sich neue Partner suchen, die ihn in seinen Forderungen unterstützen."

Empfehlung von UBS stützt RWE

Einige Analystenbewertungen sorgten ebenfalls für Bewegung. RWE Börsen-Chart zeigen gewannen 2,8 Prozent auf 20,16 Euro und standen damit an der Dax-Spitze. Händlern zufolge hat die UBS die Bewertung des Versorgers auf "Buy" von "Neutral" hochgesetzt. Titel von Eon legten unterdessen 1,1 Prozent zu.

Die Papiere von Axel Springer Börsen-Chart zeigen Springer fielen um 4,8 Prozent ans MDax Börsen-Chart zeigen -Ende. Barclays senkte die Bewertung auf "Equal Weight" von "Overweight." Nach den kontinuierlichen Kursgewinnen der vergangenen Wochen halten die Analysten der britischen Bank das Aufwärtspotenzial für ausgereizt.

Euro deutlich fester, türkische Lira stürzt weiter ab

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch deutlich zugelegt. Auslöser waren gute Konjunkturdaten aus der Eurozone wie eine gestiegene Verbraucherstimmung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag etwas höher auf 1,1718 Dollar festgelegt.

Unter anhaltendem Druck stand die türkische Lira. Sie fiel am Mittwochmorgen auf ein neues Rekordtief zum amerikanischen Dollar.Die Marke von 4 Lira für einen Dollar rückt damit zunehmend in Reichweite.

Experten nennen mehrere Gründe für die aktuelle Lira-Talfahrt. Schon seit längerem wird die Währung durch die politisch angespannte Situation in dem Land selbst belastet. Hinzu kommen diplomatische Spannungen zwischen der Türkei auf der einen Seite und Europa sowie den USA auf der anderen Seite.

Bitcoin nahe Rekordhoch

Die Rekordjagd beim Bitcoin Börsen-Chart zeigen geht weiter. Zuletzt erreichte der Kurs der Digitalwährung an wichtigen Handelsbörsen wie zum Beispiel Bitstamp oder Coinbase einen Höchststand bei 8241 Dollar. Seit Beginn des Jahres ist der Wert der Digitalwährung um etwa 800 Prozent gestiegen.

Während der Bitcoin von einem Rekordhoch zum nächsten springt, sehen Experten eine gefährliche Marktübertreibung und warnen vor den Folgen einer platzenden Preisblase.

Der Höhenflug sei massiv, sagte Experte Luke Hickmore vom Vermögensverwalter Aberdeen Standard Investments in London. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wird der Bitcoin weiterhin von der Aussicht angetrieben, dass die Digitalwährung künftig an der weltgrößten Terminbörse für Finanzderivate CME in Chicago gehandelt werden kann. Es sei unklar, wann die Blase platzen werde, sagte Hickmore. Allerdings werde es dann "eine Menge an Schmerzen auslösen". Obwohl Experten das Ende der Spekulationsblase erwarten, hat der Bitcoin Börsen-Chart zeigen zuletzt an Bedeutung gewonnen und kann an den Finanzmärkten nicht mehr ignoriert werden.

Ölpreis steigt deutlich

Am Rohölmarkt stieg der Preis für die US-Sorte WTI um bis zu 2,1 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 58,05 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund hierfür ist die Unterbrechung des Nachschubs aus Kanada. Wegen eines Lecks ist die wichtige Pipeline Keystone seit vergangener Woche geschlossen. Sie hat eine Kapazität von mehr als einer halben Millionen Barrel täglich.

Steuerpläne von Trump müssen Senat-Abstimmung überstehen

"Für weihnachtliche Vorfreude ist es allerdings noch etwas zu früh", gibt die Helaba-Expertin Claudia Windt zu bedenken. Denn nach der Zustimmung im Repräsentantenhaus müssten die Steuerpläne von Donald Trump noch die Abstimmung im Senat überstehen, wo die republikanische Partei des US-Präsidenten "nur eine denkbar knappe Mehrheit" habe.

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