Samstag, 23. März 2019

Börsenkurse der Woche Überraschen Sie uns, Herr Halver!

2. Teil: Euro-Kurs - ein Währungskrieg droht

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Inoffiziell geht es der EZB mit ihrem Anleiheaufkaufprogramm auch um eine weitere Abwertung der Gemeinschaftswährung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Staaten. Konjunkturell braucht die Eurozone jede Unterstützung. Da in den USA im Gegensatz zur Eurozone die Leitzinswende - wenn auch eher verhalten - stattfindet und dort der Prozess der geldpolitischen Liquiditätsausweitung beendet ist, kann der Euro Börsen-Chart zeigen bis 2016 die Parität zum US-Dollar erreichen.

Hartnäckiger Widerstand gegen das Währungsdumping der EZB kommt von der japanischen Notenbank, die die Handelsbilanz Japans nicht durch eine Euro-Abwertung gegenüber Yen in Gefahr bringen will. Beide Notenbanken werden sich mit Anleiheaufkäufen gegenseitig hochschaukeln. Sollten zum Schluss beide Währungen gemeinsam gegenüber anderen Exportkonkurrenzwährungen abwerten, werden Chinesen, Inder, Schweden, Südkoreaner, Schweizer und Briten ebenso in den liquiditätspolitischen Abwertungswettlauf eintreten. Der Währungsabwertungsweltkrieg wäre ausgebrochen.

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