Montag, 11. Dezember 2017

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Börse Schwacher Dollar bremst Dax, VW und Thyssen gefragt

Der Dax fällt zeitweise unter die Marke von 13.000 Punkten. Die Euro-Rally setzt dem Index zu. Der Dollar gibt wegen der Unsicherheit über den weiteren Kurs der Federal Reserve weiter nach. VW und ThyssenKrupp klettern gegen den Trend.

Dax-Anleger bleiben vorsichtig: Nach den deutlichen Verlusten des Vortags gab der Dax Börsen-Chart zeigen am Donnerstag im frühen Handel weiter nach und fiel zeitweise deutlich unter die Marke von 13.000 Punkten. Der EuroStoxx Börsen-Chart zeigen gab ebenfalls nach. Zuletzt konnte der Dax seine Verluste jedoch eingrenzen und schwankte um die Marke von 13.000 Zählern.

Eurostoxx und Dax Börsen-Chart zeigen leiden weiter unter dem starken Euro, der sich wieder oberhalb der Marke von 1,18 US-Dollar abgesetzt hat. Sein jüngster Anstieg hatte sich am Vorabend nach den Aussagen im Protokoll der US-Notenbank Fed fortgesetzt.

Während eine Leitzinsanhebung in den USA im Dezember wohl eine ausgemachte Sache sei, habe die Ungewissheit über den weiteren Kurs der Fed zugenommen, erklärte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets die Kursgewinne des Euro.

Die Nebenwerte-Indizes starteten unterdessen einen Erholungsversuch. Der TecDax kletterte zuletzt um 0,7 Prozent und nahm die Marke von 2600 Punkten wieder in den Blick.

ThyssenKrupp nach Zahlen gefragt

Auf der Unternehmensseite rückt der Industriekonzern Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen mit seinen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr in den Fokus. Beim bereinigten operativen Ergebnis verdienten die Essener mehr als erwartet. Für die Aktie ging im frühen Handel deutlich nach oben. Im Gegenteil dazu müssen Aktionäre von Salzgitter Börsen-Chart zeigen ein vorbörsliches Minus von 3,5 Prozent einstecken. Die Deutsche Bank hatte nach gutem Lauf ihre bisherige Kaufempfehlung aufgegeben.

Auch die Aktie von Volkswagen Börsen-Chart zeigen gehörte zu den Gewinnern im Dax. Die VW-Aktie notiert wieder so hoch wie seit Bekanntwerden des Diesel-Skandals nicht mehr.

Goldman Sachs setzt United Internet zu

Im TecDax Börsen-Chart zeigen ordneten die Goldman-Experten ihre Prioritäten im Telekombereich neu. Nach der Übernahme von Drillisch ist United Internet in ihren Augen nun kein Kauf mehr, die Bewertung der Aktie sei nach dem Schritt nicht mehr vielversprechend. Für die Titel deutet sich im außerbörslichen Geschäft ein Minus von etwa 1,7 Prozent an. Stattdessen rät Experte Joshua Mills nun dazu, bei Drillisch zuzugreifen. Er lobte dort vor allem die Perspektiven für Dividenden und Aktienrückkäufe. Für die Drillisch-Aktien deuteten sich denn auch ein Plus von mehr als 2 Prozent an.

Bitcoin nahe Rekordhoch

Die Rekordjagd beim Bitcoin Börsen-Chart zeigen geht weiter. Zuletzt erreichte der Kurs der Digitalwährung an wichtigen Handelsbörsen wie zum Beispiel Bitstamp oder Coinbase einen Höchststand bei 8241 Dollar. Seit Beginn des Jahres ist der Wert der Digitalwährung um etwa 800 Prozent gestiegen.

Während der Bitcoin von einem Rekordhoch zum nächsten springt, sehen Experten eine gefährliche Marktübertreibung und warnen vor den Folgen einer platzenden Preisblase.

Der Höhenflug sei massiv, sagte Experte Luke Hickmore vom Vermögensverwalter Aberdeen Standard Investments in London. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wird der Bitcoin weiterhin von der Aussicht angetrieben, dass die Digitalwährung künftig an der weltgrößten Terminbörse für Finanzderivate CME in Chicago gehandelt werden kann. Es sei unklar, wann die Blase platzen werde, sagte Hickmore. Allerdings werde es dann "eine Menge an Schmerzen auslösen". Obwohl Experten das Ende der Spekulationsblase erwarten, hat der Bitcoin Börsen-Chart zeigen zuletzt an Bedeutung gewonnen und kann an den Finanzmärkten nicht mehr ignoriert werden.

Ölpreis steigt deutlich

Am Rohölmarkt stieg der Preis für die US-Sorte WTI um bis zu 2,1 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 58,05 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund hierfür ist die Unterbrechung des Nachschubs aus Kanada. Wegen eines Lecks ist die wichtige Pipeline Keystone seit vergangener Woche geschlossen. Sie hat eine Kapazität von mehr als einer halben Millionen Barrel täglich.

Türkische Lira auf Rekordtief

Unter anhaltendem Druck stand die türkische Lira. Die Marke von 4 Lira für einen Dollar rückt damit zunehmend in Reichweite. Zuletzt konnte sich der Lirakurs aber etwas erholen. Schon seit längerem wird die Währung durch die politisch angespannte Situation in dem Land selbst belastet. Hinzu kommen diplomatische Spannungen zwischen der Türkei auf der einen Seite und Europa sowie den USA auf der anderen Seite. Zuletzt sorgten zusätzlich kritische Äußerungen von Präsident Recep Tayyip Erdogan zum Kurs der türkischen Notenbank für Belastung.

Steuerpläne von Trump müssen Senat-Abstimmung überstehen

"Für weihnachtliche Vorfreude ist es allerdings noch etwas zu früh", gibt die Helaba-Expertin Claudia Windt zu bedenken. Denn nach der Zustimmung im Repräsentantenhaus müssten die Steuerpläne von Donald Trump noch die Abstimmung im Senat überstehen, wo die republikanische Partei des US-Präsidenten "nur eine denkbar knappe Mehrheit" habe.

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