Sonntag, 17. Dezember 2017

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Börse Dax-Anleger warten auf die Fed

T-Mobile CEO John Legere: Fusion mit Sprint unter Führung der Deutschen Telekom?

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag fürs Stillhalten entschieden. Vor den mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank zur Geldpolitik am Mittwoch wollten die Investoren keine allzu großen Risiken eingehen. So schloss der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen lediglich 0,02 Prozent höher bei 12.561 Punkten.

TecDax hängt Dax und MDax ab

Der MDax Börsen-Chart zeigen , in dem die Aktien mittelgroßer Konzerne vertreten sind, trat ebenfalls nahezu auf der Stelle bei 25 412,39 Zählern. Im TecDax Börsen-Chart zeigen ging es hingegen weiter recht deutlich bergauf. Der Technologiewerte-Index stieg um 0,54 Prozent auf 2398,90 Punkte und bewegt sich damit auf dem Niveau von Anfang 2001. Der TecDax hat nunmehr seit Jahresbeginn fast ein Drittel an Wert gewonnen - und sich somit wesentlich besser geschlagen als die anderen Indizes.

Telekom-Aktien legen deutlich zu - Gerüchte über T Mobile US

Gerüchte aus den USA sorgten im späten Handel für eine Kursrally der Deutschen Telekom: Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom und der viertgrößte US-Mobilfunker Sprint sollen sich nach einem Bericht des US-Fernsehsenders "CNBC" in aktiven Fusionsgesprächen befinden.

T-Mobile US und Sprint sowie die jeweiligen Mütter Deutsche Telekom und Softbank unterhielten sich über einen Zusammenschluss auf Basis eines Aktientausches, berichtete das US-Medium unter Berufung auf Eingeweihte. Dabei solle der Bonner Dax -Konzern die Kontrolle über das neue Unternehmen haben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit den Vorgängen vertraute Person. Ein Sprecher der Deutschen Telekom wollte die Berichte nicht kommentieren.

Seit langem wird vor allem über ein Zusammengehen der beiden kleineren der vier tonangebenden Mobilfunker auf dem US-Markt spekuliert. Laut dem Bericht von "CNBC" sollen Verhandler der Unternehmen noch Wochen vor sich haben, bevor ein Deal ausgearbeitet ist.

Dow Jones auf Rekordhoch - trotz Trumps markiger Worte

An der Wall Street war erreichte der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen unterdessen eine neue Bestmarke. Unter den Anlegern herrscht trotz der deutlichen Warnungen von US-Präsident Donald Trump an die Adresse Nordkoreas vor der UN-Vollversammlung am Dienstag weiter die Hoffnung vor, dass die Krise zwischen den USA und Nordkorea mit diplomatischen Mitteln gelöst werden kann. Auch der Technologieindex Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen setzte seinen Aufwärtstrend fort.

Jefferies stuft Tesla ab

Gegenwind für Börsenliebling Tesla: Das Researchhaus Jefferies hat sich skeptisch zu den Aktien von Tesla geäußert. Trotz der bisherigen Leistungen des Elektroautobauers sowie beeindruckender Visionen könne das Unternehmen die Profitabilität vermutlich nicht so schnell steigern wie von vielen Anlegern erwartet, schrieb der Experte Philippe Houchois. Das liege am Produktmix, dem bestenfalls geringmargigen Batteriegeschäft sowie den steigenden Abschreibungen. Die Aktien von Tesla Börsen-Chart zeigen fielen um knapp 2 Prozent, nachdem sie am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatten.

RWE im Dax erneut unter Druck

Größter Verlierer im Dax waren die Aktien von RWE Börsen-Chart zeigen mit einem Minus von 1,5 Prozent. Analysten der Bank Exane BNP stuften die Titel auf "underperform" von "neutral" zurück.

Der Euro Börsen-Chart zeigen legte am Dienstagmorgen zu und näherte sich wieder der Marke von 1,20 US-Dollar. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1977 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1948 Dollar festgesetzt.

Euro steigt - Fed wird wohl mit dem Verkauf von Anleihen starten

Die Investoren an den Aktienmärkten fiebern derzeit vor allem den Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der Klärung der Frage entgegen, ob diese an ihrem Kurs für eine weitere geldpolitische Straffung in diesem Jahr festhält.

"Offenbar will niemand vor der Sitzung der US-Notenbank neue große Positionen im Dax Börsen-Chart zeigen aufbauen", sagte Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Verkleinerung der Fed-Bilanz werde aber wahrscheinlich keine Einbrüche an den Börsen auslösen. "Wenn die Markterwartungen erfüllt werden, sprechen wir in den nächsten drei Jahren über geplante Verkäufe von US-Staatsanleihen im Wert von 1300 Milliarden Dollar. Das entspricht lediglich einem Drittel der gesamten Notenbank-Bilanz", sagte Stanzl.

Die US-Notenbank werde diese Verkäufe marktverträglich, langsam und behutsam durchführen, um die Erholung nicht zu gefährden. An der Wall Street treffen Steuerreform-Aussichten auf ein hohes Gewinnwachstum durch Digitalisierung, Elektromobilität und Deregulierung.

BASF will Kunststoffgeschäft stärken

Auf Unternehmensseite herrscht weiterhin große Ruhe. BASF Börsen-Chart zeigen machten dagegen von sich reden: Der Chemiekonzern will mit einer Milliardenübernahme sein Geschäft mit technischen Kunststoffen stärken. Die Ludwigshafener haben mit dem belgischen Konkurrenten Solvay eine Kaufvereinbarung über dessen weltweites Geschäft mit Polyamiden geschlossen.

Auch Aktien von Bayer könnten im Handelsverlauf einen Blick wert sein. Der Konzern gibt auf einer Veranstaltung an diesem Tag Einblick in die jüngste Geschäftsentwicklung bei Crop Science, dem Geschäft mit Saatgut und Pflanzenschutz.

Zudem dürfte in den hinteren Börsenreihen Knorr-Bremse interessieren. Das Unternehmen bläst die Übernahme des Bremsenhersteller Haldex ab.

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mit Nachrichtenagenturen

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