Freitag, 22. September 2017

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Börse Deutsche Bank baut vor Kapitalerhöhung Verluste aus

So recht in Gang kommt der Dax am Montag nicht

Der Dax startet mit Verlusten in die neue Handelswoche. Aktien der Deutschen Bank stehen mit Beginn der Zeichnungsfrist für die neuen Anteilsscheine unter Verkaufsdruck.

Nach einer freundlichen Vorwoche ist es am deutschen Aktienmarkt am Montag abwärts gegangen. Der Dax Börsen-Chart zeigen gab bis zum Nachmittag um 0,3 Prozent auf 12.052 Punkte nach. Der Index der mittelgroßen Unternehmen, der MDax Börsen-Chart zeigen , sank um 0,2 Prozent auf 23.624 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen , der erst kürzlich die Marke von 2000 Punkten überwunden hatte, bewegte sich kaum.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax Börsen-Chart zeigen zählten am Montag die Aktien von Siemens Börsen-Chart zeigen und von Fresenius Medical Care Börsen-Chart zeigen. Auch FMC-Mutter Fresenius legte leicht zu. Zu den Verlierern gehörten dagegen die Bankenwerte Commerzbank Börsen-Chart zeigen und Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen mit Verlusten zwischen 2 und 3,5 Prozent.

Deutsche Bank verliert rund 4 Prozent an Wert

Die Aktie der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen setzte als Dax-Schlusslicht ihre Talfahrt der vergangenen Tage fort. Am Tag vor Beginn der Zeichnungsfrist für die milliardenschwere Kapitalerhöhung verloren die Papiere bis zu 4 Prozent auf 17,15 Euro. Die neuen Aktien werden zu je 11,65 Euro ausgegeben. Altanleger bekommen für je 2 Deutsche-Bank-Aktien eine neue Aktie zu diesem Preis angeboten.

Händler machten für den schwächeren Start im Dax auch die Enttäuschung über das fehlende Bekenntnis der G20-Staaten zum Freihandel mit verantwortlich. Bislang sei Protektionismus vor allem eine US-Position, sagte Analyst James Woods vom Brokerhaus Rivkin. "Umso wichtiger ist, dass andere Führungspersönlichkeiten wie der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich für den Freihandel plädieren. Es wäre beunruhigender, wenn die protektionistische Haltung auf andere Staaten überzuschwappen beginnt."

Walt Disney im Plus: Die Wall Street, die Schöne und das Biest

An der Wall Street dürften sich die Anleger am Montag weiter zurückhalten. Nachdem der US-Aktienmarkt bereits am Freitag in einem lustlosen Handel kaum vom Fleck kam, taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,02 Prozent tiefer bei 20 910 Punkten. Die Anleger warten auf weitere Aussagen zur US-Geldpolitik, so dass sie zunächst keine größeren Wetten eingehen dürften.

Im Handelsverlauf steht eine Rede des Chefs der regionalen Notenbank von Chicago auf dem Programm. Charles Evans könnte Hinweise darauf liefern, in welchem Tempo weitere Zinserhöhungen zu erwarten sind. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte ihre geldpolitischen Zügel am Mittwoch erwartungsgemäß angezogen und den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Am Terminmarkt wird eine weitere Zinserhöhung im Juni mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 57 Prozent erwartet.

Unter den Einzelwerten stiegen die im Dow notierten Aktien von Walt Disney Börsen-Chart zeigen im vorbörslichen US-Handel um knapp 1 Prozent. Die Musical-Verfilmung "Die Schöne und das Biest" stellte in Nordamerika gleich mehrere Rekorde auf. Der Live-Fantasy-Liebesfilm schaffte am Wochenende einen der zehn besten Starts aller Zeiten in US-amerikanischen und kanadischen Kinos.

Außerdem gelang den Disney-Studios mit ihrem Neuling der größte Erfolg, den je ein für Kinder zugelassener Film in Nordamerika und weltweit erzielt hat.

Euro legt leicht zu, Ölpreise sinken

Der Euro hat am Montag im frühen Handel zugelegt. Am Morgen lag die Gemeinschaftswährung bei 1,0770 US-Dollar und damit über dem Niveau vom Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitag auf 1,0737 (Donnerstag: 1,0726) Dollar festgesetzt.

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 51,37 US-Dollar. Das waren 39 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate zur Lieferung im Mai fiel um 43 Cent auf 48,88 Dollar.

Weitere Hinweise auf ein hohes US-Ölangebot drückten auf die Preise, hieß es aus dem Handel. Am Freitag hatte der Ölausrüster Baker Hughes berichtet, dass die Zahl der Bohrlöcher in der vergangenen Woche um 14 auf 631 gestiegen sei. Marktbeobachter verwiesen außerdem darauf, dass Spekulationen auf steigende Preise zuletzt deutlich zurückgegangen seien.

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