Montag, 22. Oktober 2018

Börse Dax-Höhenflug vorerst vorbei - Euro auf Drei-Jahres-Hoch

Dax-Chart an der Börse in Frankfurt: Am Mittwoch endete der Leitindex im Minus.

Mit seiner "America First"-Politik setzt US-Präsident Donald Trump dem Dollar immer stärker zu. Dies trieb den Euro am Mittwoch auf ein Drei-Jahres-Hoch von 1,2356 Dollar. Weil das die Wettbewerbschancen heimischer Firmen auf dem Weltmarkt schmälert, stockte die Rekordfahrt des Dax Börsen-Chart zeigen . Der Index beendete den Handelstag mit mius 1,1 Prozent bei 13.414 Punkten, nachdem er zuvor mehrere Tage in Folge Gewinne verzeichnen konnte.

Der EuroStoxx50 bröckelte leicht auf 3649 Zähler ab. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,9 Prozent auf 27.151 Punkte. Für den TecDax Börsen-Chart zeigen ging es um 1,8 Prozent auf 2656 Punkte runter.

Die wirtschaftliche Abschottung der USA durch Trump drücke auf die Stimmung, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Die gestern verhängten Strafzölle könnten da nur ein Anfang gewesen sein." Vor diesem Hintergrund blickten Börsianer mit wachsender Sorge dem Auftritt des US-Präsidenten auf dem Weltwirtschaftsforum am Freitag entgegen.

Daneben warf die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag ihre Schatten voraus. "Wenn einer den Euro aktuell stoppen kann, ist es Mario Draghi", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der EZB-Chef könne verbal intervenieren, indem er den Spekulationen auf eine rasche Zinserhöhung eine Absage erteile.

Am Rohstoffmarkt trieb die Furcht vor einem Handelskrieg Anleger in den "sicheren Hafen" Gold Börsen-Chart zeigen . Der Preis der "Antikrisen-Währung" stieg um bis zu 0,6 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 1349,56 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Der erste Zuwachs der US-Lagerbestände seit neun Wochen drückte dagegen den Ölpreis. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 69,73 Dollar je Barrel (159 Liter).


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Am deutschen Aktienmarkt sorgte SMA Solar Börsen-Chart zeigen mit einem Kursplus von zeitweise 8,5 Prozent für Furore. "Der Ausblick für 2018 ist gut, vor allem für den operativen Gewinn", sagte Analyst Frederik Altmann vom Brokerhaus Alpha. Die Zahlen für 2017 lägen im Rahmen der Erwartungen. SMA stellte für das angelaufene Jahr einen Umsatz von 900 Millionen bis einer Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 90 bis 110 Millionen Euro in Aussicht.

Enttäuschende Geschäftszahlen des US-Rivalen Texas Instruments Börsen-Chart zeigen und eine trübe Absatzprognose für das iPhone X setzten dagegen den europäischen Chipwerten zu. Daraufhin warfen Investoren die Aktien von Apple-Zuliefern wie Dialog Semiconductor oder AMS aus ihren Depots. Sie büßten 3,6 und 7,7 Prozent ein. Die Titel der Halbleiter-Hersteller STMicroelectronics und Infineon Börsen-Chart zeigen rutschten um bis zu 2,9 Prozent ab.

Thyssenkrupp nach positiven Analystenkommentaren gefragt

Aktien von Stahlunternehmen legten hierzulande zur Wochenmitte nach optimistischen Aussagen der US-Investmentbank Goldman Sachs zunächst zu, mussten einen teil ihrer frühen Gewinne aber wieder abgeben.

Anders bei den im SDax Börsen-Chart zeigen notierten Papiere von Klöckner & Co. Börsen-Chart zeigen, die als bester Wert zuletzt um mehr als 6 Prozent kletterten. Analyst Kevin Hellegard empfiehlt sie nun zum Kauf. Er bewertet die Aussichten der europäischen Stahlunternehmen im Jahr 2018 weiterhin positiv. Im MDax legten Salzgitter Börsen-Chart zeigen noch um 1,59 Prozent zu, Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen verloren einen Teil ihrer frühen Gewinne und notierten gegen Mittag noch 0,9 Prozent fester bei 26,24 Euro. Die Spitzenposition im Dax hatten Aktien der Deutschen Börse Börsen-Chart zeigen mit plus 1,8 Prozent inne, gefolgt von Titeln der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen, die um 1,35 Prozent vorrückten.

Bitcoin erholt sich wieder

Die umstrittene Kryptowährung Bitcoin Börsen-Chart zeigen hat sich von ihren Vortagesverlusten wieder leicht erholt und notierte bei 10.970 Dollar. Am Dienstag fiel der Bitcoin auf großen Handelsplattformen wie Bitstamp oder Bitfinex zeitweise unter die Marke von 10.000 Dollar. Diese Marke wurde bereits vor knapp einer Woche gerissen, anschließend hatte jedoch eine Erholung eingesetzt.

Nicht nur der Bitcoin, auch andere Cyberwährungen wie Ether oder Ripple stehen seit einigen Tagen wieder unter Druck. Auslöser der jüngsten Verluste dürften neuerliche Bestrebungen zur Regulierung des Handels mit Digitalwährungen sein. So wurde am Dienstag bekannt, dass Südkorea den Handel mit Digitalwährungen verbieten will, soweit Nutzerkonten auf den entsprechenden Handelsplattformen keine real existierenden Namen tragen. Dies wäre ein ernster Schlag gegen die Anonymität des Handels, die von Gegnern der Digitaldevisen kritisiert, von Anhängern jedoch geschätzt wird. Südkorea gilt als Hochburg für Kryptowährungen.

mg/rei/dpa-afx/rtr

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