Dienstag, 23. Oktober 2018

Börse Dow stützt Dax, Bitcoin rutscht ab

Rückenwind aus den USA sorgt dafür, dass sich der Dax wieder über die Marke von 13.100 Punkten schiebt. Der Kurs des Bitcoin rutscht zeitweise wieder unter 15.000 Dollar.

Erste Käufer wagen sich wieder vor: Wegen steigender Kurse an der Wall Street ist der Dax Börsen-Chart zeigen am Donnerstag zurück ins Plus gedreht. Die Umsätze sind niedrig, doch einige Anleger geben die Hoffnung auf einen versöhnlichen Jahresausklang an der Börse trotz der jüngsten Rücksetzer nicht auf. Zum Schluss des Xetra-Handels um 17.30 Uhr MEZ letzt notierte der Dax Börsen-Chart zeigen 0,3 Prozent fester bei 13.109 Punkten. An den zwei Handelstagen zuvor hatte der Dax deutlich nachgegeben.

Rückenwind kam im späten Handel aus USA. Die US-Börsen haben am Donnerstag moderat zugelegt. Nachdem die von Donald Trump versprochene Steuerreform vom Kongress bewilligt wurde und das Thema damit auch an der Wall Street vorerst abgehakt ist, gibt es Börsianern zufolge kurz vor Weihnachten nur noch wenig, was bewegt.

Dow Jones nimmt Rekordhoch wieder in den Blick

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen legte im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 24.809 Punkte zu. Am Montag noch hatte er in der Erwartung bevorstehenden Verabschiedung der Steuerreform ein Rekordhoch bei 24 876 Punkten erklommen - dies rückt nun wieder in Reichweite. Auch der S&P 500 und die Nasdaq-Börsen hatten Bestmarken erreicht, bevor es dann wieder leicht abwärts gegangen war. Nun kletterte der S&P 500 wieder um 0,2 Prozent auf 2684 Punkte. Der Nasdaq 100 Börsen-Chart zeigen stieg um 0,1 Prozent auf 6476 Zähler.

Von den Wirtschaftsdaten gingen keine klaren Impulse aus: So wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal etwas schwächer als bisher geschätzt. In der vergangenen Woche gab es zudem mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet. Dagegen hellte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Dezember überraschend auf.

"Viele Akteure haben die Bücher bereits geschlossen"

Überbewerten wollen Experten die jüngsten Schwankungen am Aktienmarkt nicht. "Die vergangenen Handelstage haben gezeigt, dass sich viele Akteure schon in das Jahresende verabschiedet und ihre Bücher zugemacht haben", sagte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. In solchen Zeiten komme es immer wieder zu schwer vorhersehbaren Bewegungen.


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Bitcoin fällt wieder unter Marke von 15.000 Dollar

Die starken Schwankungen beim Bitcoin Börsen-Chart zeigen halten die Anleger weiter in Atem. Zuletzt gab die Kryptowährung weiter nach, nachdem sie am Wochenende noch auf die Marke von 20.000 Dollar zugesteuert war. Bis Donnerstag Nachmittag fiel der Kurs der Kryptowährung dann wieder unter die Marke von 15.000 US-Dollar. Die Schwankungen des Bitcoin-Kurses hatten in den vergangenen Wochen stark zugenommen.

Die EU-Kommission warnt vor Risiken der Cyberwährung Bitcoin/Dollar Börsen-Chart zeigen für Investoren und Verbraucher. Es bestehe die Gefahr, dass diese ihr gesamtes Vermögen verlören, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Mittwoch. Die Investoren sollten realisieren, dass der Bitcoin-Kurs jeden Moment fallen könnte. "Virtuelle Währungen wie Bitcoin sind nicht wirklich Währungen." Dombrovskis sagte, er habe die Bankaufseher der EU aufgefordert, ihre Warnungen zu Bitcoin auf aktuellen Stand zu bringen.

Seit Jahresbeginn hat sich die digitale Währung Bitcoin um das 19-fache verteuert. Das weckt Sorgen vor einer Blase. Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor Spekulationen mit Bitcoin. Ein Risiko für das gesamte Finanzsystem gehe von der virtuellen Währung bislang nicht aus.

Steinhoff Spielball der Spekulanten

Die Aktien von Steinhoff Börsen-Chart zeigen haben am Donnerstagvormittag ihre jüngste Talfahrt fortgesetzt. Die Papiere des kriselnden Möbelhändlers sackten den dritten Handelstag in Folge ab und erreichten bei rund 0,25 Euro ein Rekordtief. Zuletzt stand noch ein Minus von mehr als 8 Prozent auf 0,276 Euro zu Buche - am Nachmittag drehte die Aktie dann leicht ins Plus. Auf dem Rekordhoch vom August 2016 hatten die MDax-Anteilsscheine noch mehr als 6 Euro gekostet.

Auf dem Kurs von Steinhoff lastet die anhaltende Ungewissheit über das wahre Ausmaß des Bilanzskandals. Als Anlageobjekt seien die Papiere derzeit nicht interessant, sagte ein Händler. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt derzeit noch rund 1,1 Milliarden Euro.

Aktien in China steigen, Nikkei in Japan unverändert

Die Verabschiedung der US-Steuerreform hat an den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag keinen großen Nachhall mehr gefunden. Sie war weithin erwartet worden und entsprechend schon in die Kurse eingearbeitet. Auch die Entscheidung der Bank of Japan sorgte für keine wirklichen Impulse. In Tokio sank der japanische Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen zum Handelsschluss um 0,11 Prozent auf 22 866,10 Punkte.

Japans Zentralbank hielt wie erwartet am Morgen unverändert an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Die Zentralbank will so die Inflation anheizen. Zwar ist das Bruttoinlandsprodukt sieben Quartale in Folge gestiegen. Doch der Preisanstieg liegt weiter deutlich unter dem angepeilten Inflationsziel von zwei Prozent.

Chinas CSI legt zu

Positiver war die Entwicklung in China: Dort legte der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, um 0,93 Prozent auf 4067,85 Punkte zu. Auch der Hang Seng in Hongkong verzeichnete zuletzt Kursgewinne. An den Märkten scheinen die guten Nachrichten eingepreist zu sein, erklärte ein Experte mit Blick auf die US-Steuerreform.

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Euro knapp unter 1,19 US-Dollar

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat wieder deutlich zugelegt und hat Kurs auf die Marke von 1,19 US-Dollar genommen. Damit hat sich der Dollar von seiner jüngsten Schwäche wieder erholt. Ein starker Euro belastet tendenziell exportierende Unternehmen aus Europa.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,17 Prozent am Vortag auf 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,30 Prozent auf 140,96 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,38 Prozent auf 161,88 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1845 (Dienstag: 1,1823) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8442 (0,8458) Euro.

mit Nachrichtenagenturen

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