Donnerstag, 21. Februar 2019

Börse Dax baut Gewinne aus - IBM und Procter stützen Wall Street

Der Dax startet nach seinem jüngsten Rücksetzer einen Erholungsversuch und klettert wieder über die Marke von 11.100 Zählern. Im Blick stehen die Aktien von RWE, Wirecard und der Deutschen Bank. Die US-Börsen dürften ebenfalls fester starten - gestützt von Procter and Gamble und IBM.

Erholung am deutschen Aktienmarkt: Der Dax Börsen-Chart zeigen gab im frühen Handel zunächst weiter nach und fiel bis auf 11.025 Punkte, drehte dann aber zurück ins Plus und kletterte bis zum Nachmittag wieder über die Marke von 11.100 Zählern. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien von RWE Börsen-Chart zeigen und Wirecard Börsen-Chart zeigen, die zwischen 3 und 5 Prozent zulegten.

Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Unternehmen stieg am Mittwoch um 0,19 Prozent auf 23 368,11 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen lag leicht im Plus.

Größter Kursgewinner im Dax Börsen-Chart zeigen waren die Papiere von RWE Börsen-Chart zeigen . Die Aussicht auf Entschädigungen für den Kraftwerksbetreiber im Fall des Ausstiegs aus der Kohleverstromung ließ den Kurs um fast 5 Prozent steigen auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Staatlichen Zwang - mit möglichen negativen Folgen für die Kraftwerksbetreiber - soll es erst dann geben, wenn es bis Mitte 2020 zu keiner Einigung auf Entschädigungen kommt. Eon legten um 0,6 Prozent zu.

Heidelberger Druck: Chinesischer Investor vor Einstieg

Die Deutsche Börse blickt beim Gewinn optimistischer auf das abgelaufene Jahr als bisher. Mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent hielten sich die Kursgewinne in Grenzen, allerdings war die Aktie in den vergangenen Wochen bereits stark gestiegen.

Der geplante Einstieg eines Investoren aus China bei der Heidelberger Druck AG ließ den Kurs um 20 Prozent nach oben schnellen. Für die Beteiligung der Masterwork Group will Heidelberger Druck das Grundkapital um 8,5 Prozent erhöhen. Die hohe Prämie, die der Investor bereit sei zu zahlen, deute darauf hin, dass dieser sich "High-End-Technologie ins Portfolio holen will", sagte Analyst Gordon Schönell von der Metzler Bank.

Wall Street mit Gewinnen erwartet: Kursgewinne bei Procter und IBM

An der New Yorker Börse dürften sowohl der Dow Jones Börsen-Chart zeigen als auch der Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen mit Gewinnen in den Handel starten. Grund für die neue Zuversicht sind vor allem die Quartalszahlen von IBM Börsen-Chart zeigen und von Schwergewicht Procter & Gamble Börsen-Chart zeigen, die vorbörslich jeweils rund 3 Prozent zulegten. Beide Konzerne haben mit ihren Zahlen die Erwartungen der Anleger übertroffen.

Handelsstreit: Gespräche zwischen China und USA geraten ins Stocken

Mit Blick auf den Handelsstreit zwischen China und USA bleiben Anleger jedoch zurückhaltend. Einem Zeitungsbericht zufolge haben die USA vorbereitende Gespräche für die Verhandlungen in der kommenden Woche abgesagt. US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow wies dies jedoch zurück. Anleger befürchteten dennoch, dass die Gespräche am Streit über den Schutz geistigen Eigentums scheitern könnten, sagten Börsianer.


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Die Konjunktursorgen lassen Anleger ebenfalls nicht los. Daher werden sie Börsianern zufolge bei der anstehenden Veröffentlichung der Firmenbilanzen Aussagen zum Ausblick besonders aufmerksam verfolgen. Darüber hinaus steht das Barometer für die Stimmung der europäischen Verbraucher auf dem Terminplan.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland nachgegeben. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigenbeendete die Sitzung 1,2 Prozent tiefer und der Nasdaq Börsen-Chart zeigen1,9 Prozent tiefer. Der S&P500 fiel um 1,4 Prozent.

In Tokio gab der Nikkei-Index Börsen-Chart zeigenam Mittwoch um 0,1 Prozent auf 20.594 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,1 Prozent auf 2577 Punkte.

Zu den größten Verlierern im Dax zählte die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen mit einem Kursminus von 1,3 Prozent. Einem Medienbericht zufolge untersucht die US-Notenbank Transaktionen des Instituts im Zusammenhang mit dem Geldwäscheskandal bei der Danske Bank.

Euro kaum verändert, Yen unter Druck

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Mittwoch nur wenig verändert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1368 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1354 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel am Devisenmarkt. Im Tagesverlauf stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Auch von Notenbankern aus den USA und der Eurozone werden keine Aussagen erwartet.

Zu den Verlierern am Devisenmarkt zählte der japanische Yen, der zu allen wichtigen Währungen etwas an Wert verloren hat. Die japanische Zentralbank hatte zuvor wegen der weiter niedrigen Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festgehalten. Zugleich senkte die Notenbank ihre Inflationsprognose. Das von der Notenbank angepeilte Inflationsziel von 2 Prozent rückt damit in weiter Ferne.

Ölpreise steigen wieder

Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gestiegen. Sie haben damit einen Teil der Verluste vom Vortag wieder wettgemacht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen kostete am Morgen 61,94 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 53,34 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise mit Aussagen des Generalsekretärs der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Mohammad Barkindo. Der hatte versichert, dass Mitgliedsstaaten des Ölkartells gemeinsam mit verbündeten Förderländern wie Russland begonnen haben, eine beschlossene Kürzung der Fördermenge umzusetzen. Er sprach von "sehr einschneidenden Reduktionen", die derzeit von den Ländern in Angriff genommen werden.

Gebremst wurden die Ölpreise hingegen durch jüngste Befürchtungen der Anleger vor einer schwächeren Entwicklung der Weltwirtschaft. Vor allem eine Senkung der Prognose für das globale Wachstum durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) sorgte an den Finanzmärkten für Konjunkturpessimismus.

dpa-afx, rtr

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