Mittwoch, 12. Dezember 2018

Börse Dax reduziert Verluste, Bayer und BMW gefragt

Kurssturz: Der Dow Jones verlor knapp 800 Punkte, der Dax fällt am Mittwoch unter die Marke von 11.200 Zählern
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Kurssturz: Der Dow Jones verlor knapp 800 Punkte, der Dax fällt am Mittwoch unter die Marke von 11.200 Zählern

Starke Kursverluste an der Wall Street setzen den Dax am Mittwoch unter Druck. Der Dow Jones war zuvor um mehr als 3 Prozent eingebrochen. Die Aktie der Deutschen Bank stürzt zweitweise auf das tiefste Niveau seit 35 Jahren. Gegen Mittag bremsen Kursgewinne von Daimler, BMW und VW den Abwärtstrend im Dax.

Nach kräftigen Kursverlusten an der New Yorker Wall Street ist auch der Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch mit Verlusten in den Handel gestartet. Im frühen Handel gab der deutsche Leitindex um weitere 1,2 Prozent nach und fiel auf 11.180 Punkte. Im Anschluss startete der Dax jedoch einen Erholungsversuch und notierte gegen Mittag bei 11.244 Punkten: Vor allem die Autowerte BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen verbuchten ebenso wie Bayer Börsen-Chart zeigen und der Versorger RWE Börsen-Chart zeigen Gewinne.

Der Pharmakonzern Bayer baute seine Gewinne bis zum Nachmittag auf mehr als 2 Prozent aus und setzte sich damit an die Spitze im Dax: Bayer-Chef Werner Baumann umwarb beim Kapitalmarkttag in London die Investoren mit höheren Umsatz- und Dividendenversprechen.

Anlass für die Kursschwäche: Wegen steigender Nervosität am US-Zinsmarkt hatte der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen am Dienstag knapp 800 Punkte verloren und war mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 25.027 Punkte aus dem Handel gagangen. Das war der größte Kursrutsch seit dem 10. Oktober. Der breiter aufgestellte S&P 500 sank um 3,24 Prozent auf 2700 Punkte, der Technologieindex Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen sogar um 3,78 Prozent auf 6795 Punkte. Tech-Aktien stehen massiv unter Druck.

Die Nervosität in den USA belastete in der Folge auch Asiens Börsen. Der japanische Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen notierte am Mittwoch rund 1 Prozent schwächer. Der chinesische Hang-Seng-Index verlor rund 1,5 Prozent an Wert.

Deutsche Bank stürzt unter 8 Euro Marke

Anleger glauben nach dem Burgfrieden zwischen USA und China nicht an eine dauerhafte Entspannung im Handelskonflikt. Vor diesem Hintergrund gehörten konjunkturabhängige Werte zu den größten Verlierern.

Im Strudel des fallenden Gesamtmarktes rutschten die Titel der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen um knapp 3 Prozent ab und waren mit 7,87 Euro so billig wie seit 35 Jahren nicht mehr. Zuletzt pendelte da Papier um die Marke von 8 Euro.

Gegen den Trend stemmten sich die Aktien der Autohersteller: Die Papiere von BMW Börsen-Chart zeigen, Daimler Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen legten zwischen 2,5 und 1,7 Prozent zu, nachdem die Topmanager der Konzerne von "konstruktiven" Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump berichtet hatten.

Bayer macht Aktionären Hoffnung auf steigende Dividenden

Geschundene Bayer-Investoren schöpften am Mittwoch wieder etwas Zuversicht. Finanzvorstand Wolfgang Nickl versuchte die Aktionäre mit der Aussicht auf steigende Gewinnbeteiligungen milde zu stimmen. Der Manager stellte beim Kapitalmarkttag in London weitere Dividendenerhöhungen sowie mögliche Aktienrückkäufe in Aussicht. Zudem soll die Nettoverschuldung bis 2022 auf etwa 26 bis 28 Milliarden Euro sinken. Das wären bis zu 10 Milliarden Euro weniger, als für 2019 geplant sind. Die Verschuldung des Dax-Konzerns ist vor allem wegen der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto stark gestiegen. Die Aktie von Bayer kletterte gegen Mittag um 3,7 Prozent auf rund 66,6 Euro.

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