Mittwoch, 19. September 2018

Gewinne an der Börse Dax im Plus, Dow Jones steigt auf 7-Monats-Hoch

Der Dax startet erneut einen Erholungsversuch. Anleger hoffen auf Bewegung im Handelsstreit zwischen USA und China. Der Dow Jones erreicht das höchste Niveau seit Februar.

Erholungsversuch: Nach einer Woche der Stabilisierung auf niedrigem Niveau hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Freitag leicht zugelegt. Zuletzt stieg der Dax um 0,6 Prozent auf 12.125 Punkte. Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen, Lufthansa Börsen-Chart zeigen, Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen und Infineon Börsen-Chart zeigen, die nach ihrem Kursrutsch der vergangenen Wochen einen Erholungsversuch starteten.

Für Unterstützung sorgten die US-Börsen, die mit leichten Gewinnen in den Handel starteten. Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen legte um 0,2 Prozent auf 12.194 Punkte zu und erreichte damit das höchste Niveau seit sieben Monaten. An der Nasdaq startete der Nasdaq 100 Börsen-Chart zeigen ebenfalls mit leichten Gewinnen.

Die Hoffnungen auf eine Deeskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA hatten Anleger auch in Asien zum Wochenabschluss zuversichtlich gestimmt. In Japan legte der 225 Werte umfassende Nikkei Börsen-Chart zeigen um 1,2 Prozent auf 23.094 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um gut ein Prozent. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans rückte um 1,2 Prozent vor.

Hintergrund sind Pläne für neue Gespräche zwischen beiden Seiten. "Anleger blicken hoffnungsvoll auf die Verhandlungen, obwohl US-Präsident Donald Trump die Erfolgsaussichten herunterspielt", sagte Mike van Dulken, Chef-Analyst des Brokerhauses Accendo Markets.

Einigung mit China noch vor den Midterm-Wahlen?

Trump betonte vor der geplanten neuen Gesprächsrunde zur Beilegung des Zollstreits: "Wir stehen unter keinem Druck, einen Deal mit China zu machen." Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets zweifelte zwar an einer raschen Einigung, blickte dennoch vorsichtig optimistisch in die Zukunft. "Solange Trump kein weiteres Öl ins Feuer gießt, schwelt der Streit weiter, aber richtet keinen großen Schaden an der Börse an."

Erdogan wettert gegen türkische Notenbank

In der Türkei wich die Erleichterung über die kräftige Zinserhöhung der dortigen Notenbank der Ernüchterung. Dadurch gab die Währung des Landes einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab. Im Gegenzug verteuerte sich der Dollar um 0,3 Prozent auf 6,0831 Lira. Für Verunsicherung unter den Anlegern sorgte die harsche Kritik von Präsident Recep Tayyip Erdogan an der Geldpolitik. Im Kampf gegen die galoppierende Inflation und den rasanten Wertverlust der Lira hatte die Zentralbank am Donnerstag den Leitzins um 6,25 Prozentpunkte auf 24 Prozent angehoben. Vor allem Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank hatten in der Türkei zu einer Währungskrise und Kapitalflucht geführt.

Geplanter Real-Verkauf treibt Metro an

Bei den deutschen Aktienwerten stand Metro Börsen-Chart zeigen im Rampenlicht. Der Handelskonzern will seine Supermarkt-Tochter Real als Ganzes verkaufen. Strategisch sei dies der richtige Schritt, erklärte Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank. Allerdings sei bislang kein potenzieller Käufer in Sicht. Metro-Aktien legten 1,2 Prozent zu.

In Kopenhagen fielen die Titel der Danske Bank dagegen um bis zu 4,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 163,55 Kronen. Auslöser des Kursrutsches war Händlern zufolge ein Bericht der Zeitung "Wall Street Journal", wonach US-Behörden einen gewaltigen Strom an Geldern aus Russland und den ehemaligen Sowjetunion-Staaten untersuchen. Dänemarks größte Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Euro auf Zweieinhalb-Wochen-Hoch - EZB Aussagen wirken nach

Am Devisenmarkt profitierte der Euro Börsen-Chart zeigen erneut von Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Konjunktur. "Unsere Interpretation lautet, dass die Wirtschaft der Euro-Zone weiter komfortabel wächst, während die Inflation nahe genug am EZB-Ziel bleibt, dass die Notenbank die Zinsen im September 2019 anheben kann", sagte Anlagestratege Peter Chatwell von der Investmentbank Mizhuo.

Der Euro stieg zeitweise auf ein Zweieinhalb-Wochen-Hoch von 1,1721 Dollar und kostete am frühen Nachmittag noch 1,1694 Dollar.

mit dpa und reuters

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