Sonntag, 18. November 2018

Börse USA schlagen neue Handelsgespräche mit China vor

Nasdaq in New York: Anleger nehmen vor der Apple-Präsentation Gewinne mit

Der Dax steigt am Abend wieder über die Marke von 12.000 Punkten. Berichte, dass die US-Regierung neue Handelsgespräche mit China anstrebt, verhelfen den US-Börsen ins Plus.

Auf und Ab an der Börse: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch seinen Erholungsversuch abgebrochen und ist wieder unter die Marke von 12.000 Punkten gefallen. Auf Xetra schloss der Index bei 11.972 Punkten. Auch MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax Börsen-Chart zeigen gaben ihre Gewinne wieder ab.

Im nachbörslichen Handel am Abend dann die Kehrtwende: In den USA drehten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Börsen-Chart zeigen ins Plus, nachdem ein Bericht des "Wall Street Journal" bekannt wurde, dass die US-Regierung neue Handelsgespräche mit China suche. Man werde Peking eine neue Verhandlungsrunde vorschlagen und habe unter der Führung von Steve Mnuchin eine Einladung an die chinesische Seite ausgesprochen, hieß es.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen legte daraufhin 0,5 Prozent zu und stieg wieder auf 26,100 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen legte auf zuletzt 12.041 Punkte zu.

Der von den USA ausgehende internationale Handelskonflikt und die Krisen in einigen Schwellenländern inklusive der Türkei hatten bereits für einen sehr schwachen Start in den Börsenmonat September gesorgt.


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Wall Street: Dow Jones und Nasdaq drehen ins Plus

Eine mögliche Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat der Wall Street am Mittwoch einen Schub gegeben. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" schlagen die USA eine neue Gesprächsrunde zum Handel mit China vor.

Der zuvor lethargische US-Leitindex Dow Jones Industrial zog um 0,66 Prozent auf 26.143 Punkte an und der marktbreite S&P 500 gewann 0,23 Prozent auf 2894 Punkte. Beim Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen reichte die Nachricht immerhin aus, um das Minus auf 0,22 Prozent einzudämmen.

Unternehmensseitig stand Apple Börsen-Chart zeigen im Fokus. Am Abend mitteleuropäischer Zeit wird der Tech-Gigant neue iPhones präsentieren. Hier ging es um knapp 1 Prozent bergab.

Härter traf es die Papiere von Chipherstellern, zu denen sich Goldman Sachs skeptisch geäußert hatte. Für Micron Technology und Lam Research strich die US-Investmentbank sogar ihre bisherigen Kaufempfehlungen, was zu Kursverlusten von fast 5 beziehungsweise zweieinhalb Prozent führte.

Ölwerte gefragt

Dagegen profitierten die Ölkonzerne weiter vom Höhenflug der Preise für den wichtigen Rohstoff: Chevron und ExxonMobil gehörten mit Aufschlägen von 1,78 und 0,86 Prozent zu den besseren Werten im Dow. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern stützt die Entwicklung der Ölreserven in den USA den Ölmarkt. Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche deutlicher als erwartet zurückgegangen, wie aktuelle Daten belegen. Außerdem haben die Anleger am Ölmarkt die weitere Entwicklung des Hurrikans "Florence" im Blick, der auf die Ostküste der USA zusteuert.

Sprint-Aktien legen weiter zu

Dass sich die milliardenschwere Übernahme des Rivalen Sprintdurch die US-Mobilfunksparte T-Mobile US der Deutschen Telekom verzögern könnte, schreckte die Anleger nicht: Die Aktien von Sprint und T-Mobile US verteuerten sich um über 2 beziehungsweise mehr als anderthalb Prozent. Die US-Telekomaufsicht FCC braucht nach eigenen Angaben mehr Zeit für die Prüfung der angedachten Netzzusammenlegung, wie sie beiden Unternehmen mitteilte.

Tesla-Konkurrent Nio mit schwachem Börsendebüt

Sein Börsendebüt in New York gab an diesem Mittwoch der chinesische Elektro-Autohersteller Nio . Grund zum Feiern hatten die Anleger beim Tesla-Konkurrenten zunächst aber nicht: Nachdem schon der Ausgabepreis der Aktie bei 6,26 US-Dollar am unteren Ende der ursprünglichen Preisspanne gelegen hatte, startete sie mit 6,00 Dollar in den Handel und notierte zuletzt bei 6,17 Dollar.

Euro über 1,16 US-Dollar

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Mittwoch leicht gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1586 US-Dollar gehandelt und stieg am Nachmittag wieder über 1,16 Dollar.

Im Tagesverlauf stehen Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone im Mittelpunkt des Interesses. Am Morgen werden Preisdaten aus Frankreich und Spanien veröffentlicht, die Rückschlüsse auf die Inflation im Währungsraum insgesamt zulassen. Die Preisentwicklung spielt eine wichtige Rolle bei der Geldpolitik der EZB, die am Donnerstag ihre Zinsentscheidung verkünden wird..

mit dpa und reuters

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