Sonntag, 18. November 2018

Börse Conti-Aktie fällt weiter, Deutsche Bank wankt

Ein-Dollar- und Fünf-Euro-Note

Der Dax pendelt knapp unter der Marke von 12.400 Punkten. Die Aktie von Continental setzt ihren Kurssturz fort, und auch das Papier der Deutschen Bank gerät nach einer Abstufung unter Druck.

Abwarten an der Börse: Die Sorge von Anlegern vor einer Konjunkturabschwächung wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA hat den Dax am Donnerstag gebremst. Am Nachmittag stand der Index beinahe unverändert gegenüber dem Vortag bei 12.380 Punkten. "Ein Ende des Handelskonflikts ist nicht in Sicht", sagte Marktanalyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. "Die Spirale von Zöllen und Gegenzöllen dreht sich munter weiter, nicht unbedingt im Sinne der Finanzmärkte." China und die USA setzten am Donnerstag Sonderzölle auf Waren des jeweils anderen Landes im Volumen von 16 Milliarden Dollar in Kraft.

Die Wall Street hat sich am Donnerstag bei der Richtungssuche ebenfalls schwer getan. Nachdem sich die USA und China in ihrem Handelsstreit - wie bereits angekündigt - mit weiteren Zöllen überzogen, warten die Investoren auf den Ausgang der Gespräche zwischen den beiden Ländern. Zudem richten sich die Blicke auf die internationalen Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole. Dort dürfte es aber erst am Freitag so richtig spannend werden, denn dann wird sich der Präsident der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, äußern.

Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen fiel im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 25.699 Punkte, während der marktbreite S&P 500 bei 2861 Zählern auf der Stelle trat.

Hierzulande setzten die Aktien von Continental Börsen-Chart zeigen unterdessen ihre Talfahrt fort. Sie verloren weitere 2,5 Prozent auf 151 Euro und waren damit größter Dax-Verlierer.

Am Mittwoch hatte der Automobilzulieferer seine Investoren mit der zweiten Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate geschockt. Die Titel waren um mehr als 13 Prozent eingebrochen.

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Kursziel für Deutsche Bank gesenkt

Nach einer pessimistischen Einschätzung der Berenberg Bank haben auch die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen spürbar nachgegeben. Auf Tradegate standen sie zuletzt 0,49 Prozent tiefer auf 9,917 Euro verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs. Berenberg-Analyst Eoin Mullany senkte in einer aktuellen Studie sein Kursziel um ein Drittel von 12 auf 8 Euro und ist damit nun auf gleicher Höhe wie seine Kollegen von Barclays, RBC Capital und Societe Generale. Nur die Aktien-Experten der Citigroup sind mit einem Kursziel von 7,50 Euro derzeit noch skeptischer. Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen sind auf Jahressicht sind sie mit einem Minus von gut 37 Prozent der im Dax bislang schlechteste Wert.

Fed hält "baldige" Zinserhöhung für nötig - Auftrieb für den Dollar

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Donnerstag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1554 US-Dollar gehandelt und damit etwa einen halben Cent niedriger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1616 Dollar festgesetzt.

Die Aussicht auf weiter steigenden Zinsen in den USA gab dem Dollar Börsen-Chart zeigen am Morgen Auftrieb, während der Euro im Gegenzug unter Druck geriet. Am Vorabend war mit der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed bekannt geworden, dass viele Ratsmitglieder eine "baldige" Zinserhöhung für notwendig erachten. Damit gilt eine nächste Zinserhöhung im September als sicher. Die anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung und eine Inflationsrate in der Nähe von zwei Prozent sprächen für weitere "graduelle" Leitzinsanhebungen, hieß es außerdem im Protokoll.

Allerdings sehen die amerikanischen Notenbanker auch Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick vor allem in der Handelspolitik. Ein breiter und langer Handelsstreit könne negative Effekte auf das Geschäftsklima, Investitionen und Beschäftigung haben. Zuletzt hatte der Handelsstreit zwischen China und den USA eine neue Eskalationsstufe erreicht.

luk/reuters/dpa-afx

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