Donnerstag, 13. Dezember 2018

Börse Dax im Plus - Deutsche Post gefragt

Der Dax nähert sich wieder der Marke von 12.700 Punkten. Die Aktien der Commerzbank geben nach Vorlage der Quartalsbilanz nach, während die Post-Aktie trotz eines Gewinneinbruchs zulegt.

Der Dax Börsen-Chart zeigen hat den Handel am Dienstag mit einem moderaten Plus beendet. Der deutsche Leitindex legte um 0,4 Prozent auf 12648 Punkte zu. Allerdings bröckelten nach zwei starken ersten Handelsstunden die Kurse langsam wieder ab. In der Spitze hatte der Dax am Vormittag noch mit 1,1 Prozent im Plus gelegen. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Werte schloss 0,4 Prozent tiefer bei 26.789 Punkten; der TecDax Börsen-Chart zeigen gab ebenfalls 0,4 Prozent ab und schloss bei 2927 Punkten.

Noch immer beherrschen die Quartalsberichte das Geschehen. Anleger nahmen die Ergebnisse der Unternehmen am Dienstag überwiegend positiv auf, vor allem bei der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen, deren Aktien kräftig stiegen.

Risiken wie der internationale Handelskonflikt und die US-Sanktionen gegen den Iran traten in den Hintergrund. "Einerseits mahnen eskalierende Handelsspannungen und potenziell weitere Strafzölle zur Vorsicht. Andererseits unterstützen ein robustes Wirtschafts- und Gewinnwachstum weitere Kursanstiege", sagte Stratege David Lebovitz von JPMorgan.

Aktien von Zalando brechen ein

Für die Aktien von Zalando fielen zeitweise sogar um 7,8 Prozent - so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Europas größter Online-Modehändler rechnet bei Umsatz und Gewinn nur noch mit einem Gesamtjahresergebnis um unteren Ende der bislang angepeilten Spanne. Auf dieser Basis kürzten die Analysten der Investmentbank Liberum ihre Prognosen für den Betriebsgewinn. Die Aktie schloss knapp 5 Prozent im Minus.

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Wall Street und Asien gut behauptet

Die Wall Street hat am Dienstag ihre jüngsten Gewinne ausgebaut. Unterstützung komme von der guten Stimmung unter den Anlegern in Asien und Europa sowie von der bisher überwiegend erfreulich verlaufenen Berichtssaison der Unternehmen, sagten Börsianer.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen legte im frühen Handel um 0,62 Prozent auf 25 659,92 Punkte zu. Damit bewegt sich der US-Leitindex wieder auf dem Niveau von Ende Februar.

Der marktbreite S&P 500 rückte um 0,38 Prozent auf 2861,28 Punkte vor. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq Börsen-Chart zeigen ging es um 0,37 Prozent auf 7466,16 Punkte hoch.

In Tokio zog der Nikkei Börsen-Chart zeigen am Dienstag um 0,6 Prozent auf 22.639 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 1,3 Prozent auf 2740 Punkte.

Euro stoppt Talfahrt

Der Eurokurs hat am Dienstag zugelegt und ist kurzzeitig über die Marke von 1,16 US-Dollar gestiegen. Im Tageshoch wurden 1,1608 Dollar erreicht, am späten Nachmittag waren es dann 1,1590 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1602 (Montag: 1,1543) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8619 (0,8663) Euro.Am Devisenmarkt wurden die Kursgewinne des Euro vor allem mit einer breiten Schwäche des US-Dollar begründet. Die amerikanische Währung gab nicht nur zum Euro, sondern auch gegenüber vielen anderen Devisen nach. Als Grund wurde die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten genannt. Dies habe die Anleger aus der Weltreservewährung Dollar gelockt.

Gestützt wurde der Euro auch durch solide Außenhandelsdaten aus Deutschland. So sind die deutschen Ausfuhren im Juni trotz des von den USA ausgehenden Handelskonflikts stabil geblieben. Die Nachfrage vor allem aus Europa sorgt weiter für gute Geschäfte in der deutschen Exportwirtschaft. Zudem hatten die deutschen Importe stärker zugelegt als erwartet. Enttäuschend fielen hingegen Produktionsdaten aus Deutschland aus. Im Juni war die Gesamtproduktion stärker als erwartet gesunken.

Die angeschlagene türkische Lira konnte sich zu Dollar und Euro zuletzt etwas erholen, nachdem sie in der Nacht auf Dienstag erneut auf Rekordtiefstände gefallen war. Als Gründe für den Sinkflug gelten der Disput zwischen den USA und Ankara um einen in der Türkei festgehaltenen amerikanischen Pastor und das schwindende Vertrauen der Anleger in die türkischen Notenbank. "Ich befürchte, die richtige Krise geht jetzt erst richtig los", sagte Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. "Diejenige, die nicht nur ein paar Devisenhändlern weh tut, sondern der türkischen Volkswirtschaft und Gesellschaft."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89483 (0,89280) britische Pfund, 128,88 (128,68) japanische Yen und 1,1530 (1,1513) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1212,35 (1209,65) Dollar festgesetzt.

Mit Reuters und dpa

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