Montag, 20. August 2018

Börse VW und Infineon enttäuschen die Anleger

Der Dax schließt zu Tagesende leicht im Minus. Nach einem turbulenten Handelsverlauf führen Aktien von Thyssenkrupp den Leitindex an. Bei Volkswagen und Infineon ziehen sich die Anleger zurück und bugsieren die Papiere damit ans Ende des Leitindex.

Die erneut drohende Eskalation im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit hat den Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch in die Verlustzone gedrückt. Zum Tagesausklang büßte der deutsche Leitindex 0,5 Prozent auf 12.737 Punkte ein. Bereits davor hatten sich die Anleger angesichts einer Flut von Unternehmenszahlen und des abendlichen Zinsentscheids der US-Notenbank Fed zurückgehalten.

Sollte sich der Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hochschaukeln, gebe es derzeit wenig, was die Märkte stabilisieren könnte, warnte Experte Jens Klatt. Dem Dax drohe ein Rutsch in Richtung 12.400 Punkte. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer noch mit einem knappen Plus geschlossen und dank seiner Stärke in den vergangenen Wochen für den Juli mit einem Plus von mehr als vier Prozent den höchsten Monatsgewinn seit April verbucht.

Etwas besser als der Dax hielten sich zur Wochenmitte die anderen deutschen Indizes. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Unternehmen schloss nahe dem Vortagsstand bei 27.000 Punkten, der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen legte zu Börsenschluss 0,6 Prozent auf 3000 Punkte zu.

Im Dax galt die Aufmerksamkeit vor allem dem gesenkten Ausblick von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen sowie den Quartalsberichten von Infineon Börsen-Chart zeigen und Volkswagen . Der Zinsentscheid der Fed steht im Schatten der jüngsten verbalen Angriffe von US-Präsident Donald Trump. Eine weitere Zinsanhebung wird aber noch nicht erwartet.

Für die Aktien von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen war es am Morgen nach der Gewinnwarnung zunächst kräftig bergab gegangen. Im Laufe des Handels aber legten die Aktien ein wahres Comeback hin und führten den Dax mit einem Plus von mehr als 3 Prozent an. Vermutlich spekulieren Investoren jetzt doch auf eine Zerschlagung.

Der Chiphersteller Infineon Börsen-Chart zeigen äußerte sich zwar nach einem guten Quartal optimistischer als bisher zum Gesamtjahr. Allerdings verhindere das etwas enttäuschende Geschäft mit der Autoindustrie eine bessere Aufnahme der Zahlen, meinte Commerzbank-Analyst Sebastian Growe zum Kursverlust von mehr als 3,5 Prozent.

Im MDax führte indes der Beleuchtungsspezialist Osram mit fast viereinhalb Prozent Plus die Gewinnerliste an. Zwar ließen die schwächere Nachfrage in der Autoindustrie, der starke Euro sowie höhere Kosten Umsatz und Gewinne im dritten Geschäftsquartal sinken. Die endgültigen Resultate fielen jedoch nicht ganz so schlecht aus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite vor dem anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank von 0,25 Prozent am Vortag auf 0,27 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 140,66 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,34 Prozent auf 161,04 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1692 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1736 Dollar festgesetzt.

Bei Volkswagen sorgte ein durchwachsener Quartalsbericht für Kursverluste von zuletzt mehr als 4 Prozent, womit die Aktien am Dax-Ende rangierten. Zudem warnte der Autobauervor einem schwierigen zweiten Halbjahr. "In den kommenden Quartalen liegen große Anstrengungen vor uns", sagte Vorstandschef Herbert Diess. Die ursprünglich angepeilte Rendite werde VW 2018 nur unter Ausschluss von Sonderbelastungen erreichen. Am Mittwoch litt die Autobranche insgesamt zudem unter dem Zollstreit zwischen den USA und China.

mit Nachrichtenagenturen

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