Montag, 20. August 2018

Börse Dax schließt über 12.800 Punkten

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag von der vorerst abgewendeten Eskalation des amerikanisch-europäischen Handelsstreits profitiert. Die Ergebnisse der jüngsten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten nur wenig Einfluss auf die Kurse.

Der Dax Börsen-Chart zeigen gewann bis zum Handelsschluss 1,8 Prozent und beendete den Tag bei 12.809 Punkten, dem höchsten Stand seit fünf Wochen.

Für den MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Unternehmen ging es am Donnerstag um 1 Prozent auf 26.942 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen rückte um 0,6 Prozent auf 2932 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen als Leitindex der Eurozone gewann 1,2 Prozent.

An der Wall Street überschattete zum Handelsstart die Enttäuschung über den Zwischenbericht von Facebook die Entspannung im europäisch-amerikanischen Handelsstreit überschattet. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen zog am Donnerstag im frühen Handel um 0,6 Prozent an, während der S&P 500 leicht nachgab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen verlor 1,2 Prozent.

Die Aktien von Facebook Börsen-Chart zeigen stürzten um rund 19 Prozent ab. Das weltgrößte soziale Netzwerk hatte die Anleger mit seinem Zwischenbericht enttäuscht. Hoffnung auf Besserung machte das Management nicht. Das Ausmaß der Kursverluste erwischt viele Anleger auf dem falschen Fuß. Auch die Papiere der anderen großen US-Technologie-Konzerne wie Apple Börsen-Chart zeigen , der Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen , Netflix Börsen-Chart zeigen und Amazon Börsen-Chart zeigen standen etwas unter Druck und büßten je etwa 1 Prozent ein.

EZB bleibt auf Kurs

Die EZB hält an ihrem allmählichen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik fest. Die Währungshüter peilen nach Jahren im Krisenmodus weiterhin ein Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe zum Jahresende 2018 an. Mit einer Zinswende hat es die Notenbank zunächst aber nicht eilig. Den Leitzins im Euroraum beließen die Währungshüter bei ihrem turnusmäßigen Treffen auf dem Rekordtief von null Prozent.

Bei einem Krisentreffen in Washington hatten sich US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Vorabend überraschend auf einen Plan zur Beilegung des Konflikts verständigt. Sie wollen nun Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter in Gang bringen. Mögliche US-Zölle auf Autos sind nach Auffassung der EU vorerst vom Tisch.

Autoaktien legen zu

Aus Branchensicht waren am Donnerstag Autoaktien dank der Entspannung im Handelsstreit am stärksten gefragt. So stiegen die Papiere von BMW Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen zwischen 2,5 und 3,5 Prozent. Auch die Stahlwerte profitierten überdurchschnittlich von der Entspannung im Zollstreit. Salzgitter Börsen-Chart zeigen kletterten um 1,6 Prozent und Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen um 1,4 Prozent.

Mit einem Verlust von 1,4 Prozent zeigte sich der Kurs der Deutschen Börse Börsen-Chart zeigen nach den Quartalszahlen vom Vorabend. In der Vorwoche waren die Papiere auf den höchsten Stand seit Anfang 2008 gestiegen, hatten danach aber unter Gewinnmitnahmen gelitten.

Die Aktien des Kunststoff-Produzenten Covestro Börsen-Chart zeigen rückten nach der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftsentwicklung um 2,3 Prozent vor.

Kurz vor den Quartalszahlen der Lufthansa Börsen-Chart zeigen am kommenden Dienstag setzten die Aktien ihre jüngste Stabilisierung fort. Mit einem Plus von 3,4 Prozent führten sie den Dax an.

Papiere der Airbus Group Börsen-Chart zeigen waren mit einem Plus von 4,4 Prozent stark gefragt. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hatte gute Quartalszahlen präsentiert.

Die Anteilsscheine von Puma Börsen-Chart zeigen fielen am MDax-Ende um 7,3 Prozent nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Der Hersteller von Sport- und Lifestyle-Artikeln habe sich zurückhaltend zum zweiten Halbjahr geäußert, schrieb Analyst Volker Bosse von der Baader Bank. Das zweite Quartal sei zwar gut gelaufen, die Markterwartungen seien jedoch noch höher gesteckt gewesen. Die Puma-Schwäche zog auch den Kurs des Rivalen Adidas Börsen-Chart zeigen um 1,5 Prozent nach unten.

Die Titel von Wacker Chemie Börsen-Chart zeigen stiegen nach einer hervorragenden Performance des Spezialchemiekonzerns im zweiten Quartal um 4,1 Prozent und waren damit einer der besten Werte im MDax.

Mit Enttäuschung wurden die Quartalszahlen des Gabelstapler-Herstellers Kion Börsen-Chart zeigen von den Börsianern aufgenommen: Mit einem Verlust von 6,5 Prozent gehörten sie zu den schwächsten MDax-Werten. Im frühen Handel hatten sie mit 57,58 Euro den tiefsten Stand seit März 2017 erreicht.

Eine kalte Dusche gab es für Norma-Aktionäre: Die Aktien reagierten mit einem Minus von zuletzt 5 Prozent auf eine Gewinnwarnung des Autozulieferers. Kurz zuvor hatten sie mit 52,65 Euro das niedrigste Niveau seit September 2017 erreicht. Damit summiert sich das Minus seit dem Rekordhoch der Papiere Mitte Juni auf rund ein Viertel.

Die MTU-Anteilsscheine kletterten den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch und notierten zuletzt 2,7 Prozent im Plus. Der Triebwerkhersteller hat sein Jahresziel für den bereinigten operativen Gewinn erhöht.


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Zwei negative Analystenstudien trieben die Anleger von SLM Solutions erneut in die Flucht. Nachdem die Aktien des Herstellers von 3D-Druckern bereits am Vortag um fast 6 Prozent abgesackt waren, verloren sie am Donnerstag weitere 8 Prozent und bildeten das Schlusslicht im TecDax. Mit 26,40 Euro hatten sie zuvor den niedrigsten Stand seit August 2016 erreicht.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,19 Prozent am Vortag auf 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 141,10 Punkte. Der Bund-Future stagnierte bei 162,02 Punkten. Der Euro Börsen-Chart zeigen zeigte sich knapp über der Marke von 1,17 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1690 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8554 Euro gekostet.

dpa-afx, rtr

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