Samstag, 15. Dezember 2018

Börse Dax und Dow Jones schwächeln

An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Anleger zu Beginn der neuen Handelswoche bedeckt gehalten. Der Dax Börsen-Chart zeigen schloss am Montag mit 12.548 Punkten 0,1 Prozent im Minus, der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen verlor 0,2 Prozent auf 3453 Zähler. Laut Händlern waren die Umsätze sehr gering. Viele Anleger seien in den Sommerferien, der Handel sehr technisch geprägt.

Auch an der Wall Street haben sich die Anleger zum Wochenanfang zurückgehalten. Viele wollten nun den Verlauf der Bilanzsaison abwarten. Nach Handelsschluss am Montag wollte die Google-Mutter Alphabet ihre Zahlen vorlegen. Zudem trübte die andauernde Unsicherheit über die künftigen globalen Handelsbeziehungen die Stimmung. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen fiel in den ersten Minuten um 0,1 Prozent auf 25.030 Punkte. Auch der S&P 500 und der Nasdaq-Composite eröffneten minimal im Minus.

Über allem schwebt weiter die Angst vor einem Handelskrieg. Der verbale Schlagabtausch, der am Wochenende zwischen den USA und dem Iran ausgebrochen ist, trieb zudem die Ölpreise hoch. "Nachdem Donald Trump seine Verbalattacken verschärft und die EU als Gegner in Handelsfragen bezeichnet hat, spricht einiges dafür, dass die relative Schwäche der europäischen Aktien nicht ausgestanden ist", sagte Eduard Baitinger, der beim Investmenthaus Feri die Anlagestrategie mitverantwortet.


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Trump hatte am Freitag die Anleger mit der Drohung verschreckt, Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 500 Milliarden Dollar zu erheben, was quasi allen chinesischen Importen in die USA entspricht. Auch Sonderabgaben auf europäische Automobile sind weiter nicht vom Tisch. Am Mittwoch wird EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Washington zu Gesprächen über die Handelspolitik erwartet.

Nervös machte die Anleger auch Tweets des US-Präsidenten an die Führung in Teheran. Der Iran warf der US-Regierung psychologische Kriegsführung und Einmischung in innere Angelegenheiten vor. Dies löste am Ölmarkt Spekulationen auf Versorgungsengpässe aus. Nordseeöl der Sorte Brent Börsen-Chart zeigen verteuerte sich um 2 Prozent auf 74,50 Dollar je Barrel (159 Liter).

Am Devisenmarkt blieb der Dollar unter Druck, nachdem Trump ebenfalls am Freitag China und der EU Währungsmanipulationen vorgehalten hatte. Dies befeuere Ängste, dass sich der Handelskonflikt zu einem Währungskrieg ausweite, sagte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, fiel um 0,3 Prozent. Im Gegenzug stieg der Euro Börsen-Chart zeigen auf 1,1725 Dollar von meist unter 1,17 Dollar am Freitag.

Ryanair-Zahlen belasten Lufthansa

Im Dax setzten Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen ihren Höhenflug der Vorwoche fort und stiegen um mehr als 3 Prozent. Anleger wetten nach dem Rücktritten von Vorstands- und Aufsichtsratschef in den vergangenen Wochen auf eine Zerschlagung des Traditionskonzerns. Eine optimistische Studie von Kepler Cheuvreux habe mit zu den Kursgewinnen beigetragen, heißt es. Die Investmentbank erhöhte das Kursziel von 26 auf 35 Euro und bekräftigte die Kaufempfehlung für die Papiere.

Lufthansa Börsen-Chart zeigen waren im Sinkflug. Die Aktien büßten bis zu drei Prozent ein. Händler verweisen auf den Gewinnrückgang bei Ryanair. Der Billigflieger warnte zudem vor einem geringeren Anstieg der durchschnittlichen Ticketpreise. Die Ryanair-Aktien fielen um bis zu 6,3 Prozent.

Im Rampenlicht stand aber Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen in Mailand. Der hoch angesehene langjährige Firmenchef Sergio Marchionne wurde wegen einer schweren Erkrankung überraschend abgelöst und hinterlässt ein schwieriges Erbe. Fiat-Titel fielen in Mailand um bis zu 5,3 Prozent.

Zu den Schlusslichtern im EuroStoxx50 zählten Philips Börsen-Chart zeigen mit einem Abschlag von bis zu fast 5 Prozent. Anleger zeigten sich wenig überzeugt vom Gewinnanstieg.

mg/rei mit Nachrichtenagenturen

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