Donnerstag, 21. Juni 2018

Dax schließt im Plus Bankenaktien gefragt, Post und Daimler unter Druck

Der Streit auf dem G7-Gipfel hat Anleger am Montag nicht aus dem Konzept gebracht. Das Bekenntnis des italienischen Finanzministers zum Euro hellte die Stimmung auf. Besonders Bankenwerte profitierten davon. Aktien von Daimler und der Deutschen Post gerieten unter Verkaufsdruck

Anleger haben auf den Eklat beim G7-Gipfel gelassen reagiert. Der Dax Börsen-Chart zeigen kletterte am Montag um 0,60 Prozent auf 12.842 Punkte, obwohl mit dem G7-Treffen die Gefahr eines Handelskrieges Beobachtern zufolge zugenommen haben dürfte. "Die Erwartungen an diese Veranstaltung waren außerordentlich niedrig", sagte Analyst Neil Wilson vom Broker Markets.com.

Als gut für die Aktienmärkte werteten Börsianer die politische Unterstützung aus Italien für den Euro. Der neue italienische Finanzminister Giovanni Tria will Italiens Zukunft im Euro garantieren. "Die Position der Regierung ist eindeutig und einhellig. Ein Euro-Austritt kommt nicht in Frage", sagte der Wirtschaftsprofessor der Zeitung "Corriere della Sera". Italiens Anleihen und der Euro legten in der Folge zu.

Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen deutschen Unternehmen legte um 0,19 Prozent auf 26.711 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen rückte sogar um 1,38 Prozent auf 2843 Zähler vor.

Von den positiven Nachrichten aus Italien profitierten die Aktien von Banken. Titel der Commerzbank Börsen-Chart zeigen stiegen um 3,45 Prozent an die Dax-Spitze. Papiere der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen legten um 1,29 Prozent zu. Zuvor hatten die Turbulenzen bei der Regierungsbildung in Italien die europäische Bankenbranche belastet.

Dax-Schlusslicht war das Papier der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen mit minus 3,08 Prozent. Die Investmentbank HSBC hegt nach der jüngsten Gewinnwarnung des Bonner Logistikkonzerns Zweifel auch an dessen mittelfristigen Plänen. Die Kaufempfehlung wurde gestrichen und das Kursziel um ein Viertel gekappt.


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Aktien von Daimler Börsen-Chart zeigen gaben um 0,87 Prozent nach. Daimler muss europaweit 774.000 Diesel-Fahrzeuge wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung zurückrufen. In Deutschland seien 238.000 Fahrzeuge betroffen, teilte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach einem Gespräch mit Vorstandschef Dieter Zetsche am Montag mit. Daimler wird nach Worten seines Konzernchefs das angedrohte Ordnungsgeld von 5000 Euro pro Fahrzeug nicht zahlen müssen.

Anteile der Deutschen Börse litten unter einer Abstufung durch Morgan Stanley und gaben um 1,49 Prozent nach. Eine Kaufempfehlung der Investmentbank Credit Suisse für die Aktien der Deutschen Telekom ließ den Kurs um 2,32 Prozent anziehen. .

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen stieg um 0,95 Prozent auf 3480,22 Punkte. Der Pariser CAC-40 und der Londoner FTSE 100 schlossen ebenfalls freundlich. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Börsenschluss moderat im Plus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,24 Prozent am Freitag auf 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,22 Prozent auf 140,56 Punkte nach. Der Bund-Future verlor 0,34 Prozent auf 159,76 Punkte. Der Euro legte zu, er wurde zuletzt knapp über 1,18 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1790 (Freitag: 1,1745) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8482 (0,8508) Euro.

mit Reuters und dpa-afx

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