Dienstag, 19. Juni 2018

Börse Dax gibt Gewinne wieder ab

Der Dax klettert dank kräftiger Gewinne der Technologiewerte zeitweise bis auf 12.900 Punkte. Der TecDax notiert auf dem höchsten Niveau seit 2001. Im späten Handel setzen jedoch Gewinnmitnahmen ein.

Deutlich anziehende Technologiewerte in Europa und den USA haben dem gesamten deutschen Aktienmarkt am Dienstag gestützt. Der Dax Börsen-Chart zeigen kletterte zeitweise mit einem Plus von 1,1 Prozent über die Marke von 12.900 Punkten, gab im späten Handel seine Gewinne jedoch komplett wieder ab und schloss kaum verändert bei 12.787 Punkten.

Das Technologiewerte-Barometer TecDax Börsen-Chart zeigen stand im Tagesverlauf mit in der Spitze erreichten 2859 Punkten so hoch wie zuletzt 2001. Im späten Handel ging aber auch dem Tecn-Index die Puste aus. Er schloss 0,6 Prozent höher auf 2831 Punkten. Für den MDax Börsen-Chart zeigen der 50 mittelgroßen Werte reichte es zum Xetra-Schluss ebenfalls nur zu einem Plus von 0,1 Prozent.

Bereits an der Wall Street am Vorabend hatte der Tech-Sektor deutlich angezogen: Die Nasdaq-Indizes testeten im Handelsverlauf neue Rekordstände. Während Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Dax Börsen-Chart zeigen seit Jahresbeginn kaum vom Fleck gekommen sind, haben der Nasdaq 100 um gut 11 Prozent und der TecDax Börsen-Chart zeigen um 12,5 Prozent zugelegt.

Wall Street: Dow Jones kaum verändert, Nasdaq auf Rekordjagd

An der Wall Street schnaufen die Anleger nach den jüngsten Kursgewinnen erst einmal durch. Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt 0,3 Prozent im Minus. Der Handelskonflikt zwischen den USA und Europa sowie China sorgt bei Anlegern weiterhin für Zurückhaltung.

Amazon, Apple, Netflix testen Rekordniveaus

An der Nasdaq-Börse hatten Aktien von Tech-Größen wie dem Online-Händler Amazon Börsen-Chart zeigen oder dem Streaming Dienst Netflix Börsen-Chart zeigen neue Bestmarken getestet. Auch die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers Apple hatten sich zu bislang unbekannten Höhen aufgeschwungen. Apple Börsen-Chart zeigen steht derweil am zweiten Tag seiner Entwicklerkonferenz WWDC weiter im Blick.

Der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen setzte zunächst mit einem Plus von 0,3 Prozent seine Klettertour fort, gab am frühen Abend aber seine Gewinne wieder ab.

Bayer kauft Monsanto - und schafft Platz für Netflix und Twitter im S&P Index

Unter den weiteren Tech-Werten zogen die Aktien von Twitter Börsen-Chart zeigen im vorbörslichen US-Handel um knapp 4 Prozent an. Die Papiere des Kurznachrichtendienstes ersetzen bald im breiten Index S&P 500 die Anteilsscheine des Saatgutherstellers Monsanto , der vor der Übernahme durch den deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer steht.

Die Papiere von Monsanto müssen im Zuge dessen auch ihren Platz im Index S&P 100 räumen. Dort werden sie durch den Streaming-Anbieter Netflix Börsen-Chart zeigen ersetzt. Die Anteilsscheine von Monsanto und Netflix lagen vorbörslich moderat im Plus.

Stimmung der Unternehmen in der Eurozone trübt sich ein

Von konjunktureller Seite gab es am Dienstag hingegen einen leichten Dämpfer: In der Eurozone hat sich die Unternehmensstimmung im Mai den vierten Monat in Folge eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf den niedrigsten Wert seit November 2016. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor trübte sich die Stimmung ein. Die Einzelhändler im Euroraum haben ihre Umsätze im April geringer als erwartet gesteigert.

Technologiewerte wie die Papiere des Halbleiterkonzerns Infineon Börsen-Chart zeigen oder des Ausrüsters Aixtron waren mit Gewinnen von 3,1 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent europaweit besonders stark gefragt. Die Aktien des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex verteuerten sich um 4,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar. Die Titel der RIB Software AG rückten um 5 Prozent vor.

Euro mit Verlusten

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Dienstag leicht gefallen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1688 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1737 Dollar festgesetzt.

Seit vergangenem Freitag hat sich die Gemeinschaftswährung vorerst stabilisieren können, nachdem zuvor die Sorge vor politischen Querelen in Italien den Euro stark belastet hatte. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern ist es aber noch zu früh für eine Entwarnung. Die neue Regierung in Rom aus populistischen Parteien bleibe eines der beherrschenden Themen am Devisenmarkt.

Im weiteren Tagesverlauf könnten außerdem Konjunkturdaten für neue Impulse im Handel mit dem Euro sorgen. Am Vormittag stehen Kennzahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen in der Eurozone auf dem Programm. Am Nachmittag folgen die entsprechenden Daten aus den USA, die am Markt stark beachtet werden.

Ölpreise steigen wieder

Die Ölpreise sind am Dienstag vorerst nicht weiter gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im August 75,43 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung stieg um 29 Cent auf 65,04 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung, nachdem die Ölpreise seit vergangenen Donnerstag deutlich gefallen waren. Nach wie vor sorge die Aussicht auf eine höhere Fördermenge durch wichtige Opec-Staaten und Russland für Druck bei den Ölpreisen. Vor dem Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit anderen wichtigen Förderländern am 22. Juni in Wien werden stärkere Schwankungen bei den Ölpreisen nicht ausgeschlossen.

Noch halten sich die Opec-Staaten an eine zuvor beschlossene Kürzung der Fördermenge, wie jüngste Daten zeigen. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg ergab für Mai eine durchschnittliche Produktion in den Mitgliedsstaaten des Kartells von 31,9 Millionen Barrel pro Tag. Damit verharrte die Fördermenge auf dem Niveau vom April und damit auf dem niedrigsten Niveau in diesem Jahr.

mg/dpa-afx/rtr

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH