Mittwoch, 15. August 2018

Börse Commerzbank gefragt, Thyssen, Merck und Tesla unter Druck

Kurssprung: Commerzbank-Aktien legten deutlich zu

Der Dax pendelt knapp unter der Marke von 13.000 Punkten. Bei Commerzbank, Allianz und RWE greifen die Investoren nach Vorlage der Zahlen zu. Titel von Merck und ThyssenKrupp hingegen brechen ein.

Der Dax Börsen-Chart zeigen kämpft weiter um die 13.000-Punkte-Marke: Am Dienstag schüttelte der deutsche Leitindex seine Verluste ab und schaffte es kurzzeitig über die viel beachtete Schwelle - im späten Handel rutschte er jedoch wieder knapp unter die psychologisch wichtige runde Marke.

Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Unternehmen notiert ebenfalls leicht in der Verlustzone. Der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen gab wegen der Schwäche an der US-Technologiebörse Nasdaq zuletzt 0,4 Prozent nach.

Euro unter Druck

Als Stütze für den hiesigen Aktienmarkt erwies sich der Euro Börsen-Chart zeigen , der im Tagesverlauf sichtbar unter Druck geriet - zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1859 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,1988 (Freitag: 1,1934) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8342 (0,8379) Euro. Ein schwacher Euro verbilligt tendenziell die Produkte deutscher Unternehmen für Käufer außerhalb der Währungszone.

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Merck und ThyssenKrupp nach Zahlen kräftig unter Druck

Der Handelstag stand ansonsten ganz im Zeichen der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison: Allein aus dem Dax legten fünf Unternehmen ihre Quartalsberichte vor. Index-Schlusslicht war Merck KGaA mit einem Kursrutsch von 5,9 Prozent. Der Pharma- und Spezialchemieunternehmen berichtete über ein schwaches erstes Quartal.

Die zuletzt deutlich erholten Aktien des Industriekonzerns Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen büßten 4,8 Prozent ein. Ein Börsianer bezeichnete das zweite Geschäftsquartal als durchwachsen mit einem Auftragseingang unter und einem Umsatz über den Erwartungen.

Commerzbank, RWE und Allianz nach Zahlen gefragt

RWE Börsen-Chart zeigen berappelten sich trotz des berichteten Gewinnrückgangs und rückten zuletzt mit plus 1,9 Prozent in die Dax-Spitze vor. Der Gewinnrückgang sei vor allem geringeren Ergebnissen aus der konventionellen Stromerzeugung geschuldet, erklärte der Energiekonzern. Die Anteilsscheine der Allianz Börsen-Chart zeigen gewannen nach der Vorlage der Quartalsresultate 0,7 Prozent.

Aktien der Commerzbank Börsen-Chart zeigen setzten sich mit plus 3,5 Prozent an die Dax-Spitze. Sie bestätigte nach einem besser als erhofft ausgefallenen Jahresstart die Jahresziele.

Wall Street: Dow Jones und Nasdaq geben nach

Die steigenden Renditen am US-Rentenmarkt haben am Dienstag den Anlegern an der Wall Street zu schaffen gemacht. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen fiel im Anfangsgeschäft um 0,9 Prozent auf 24.713 Punkte. Der S&P500 und der Nasdaq-Composite verloren ebenfalls rund 1 Prozent.

Analyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets verwies in Frankfurt darauf, dass Investoren am US-Rentenmarkt bei bestimmten Anlagen mehr Zinsen erhielten als sie im S&P 500 Index an Dividendenrendite erwarten könnten. "Dieser Anstieg der Zinsen wird Vermögensverwalter, die bereits hohe Aktienquoten fahren, nicht dazu motivieren, selbige noch weiter zu erhöhen."

Der Anstieg der Einzelhandelsumsätze im April und der überraschend hohe Stand des Konjunkturindex der New Yorker Fed bestätigten die höheren Zinserwartungen.

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Rendite von US-Staatsanleihen bei 3 Prozent

Die Renditen der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren zogen auf 3,058 Prozent an. Das war der höchste Stand seit Juli 2011. Zugleich stieg auch der Ölpreise auf ein frisches Dreieinhalb-Jahres-Hoch. Dies schürte Spekulationen, die Fed könnte stärker als gedacht an der Zinsschraube drehen.

Unter den Dow-Werten standen Home Depot mit einem Minus von 1,5 Prozent im Fokus. Die Baumarktkette hatte im ersten Quartal weniger als erwartet umgesetzt.

Tesla setzt Talfahrt fort

Aktien von Tesla Börsen-Chart zeigen verloren 2,5 Prozent. Die Analysten von Morgan Stanley hatten ihre "Equal-Weight"-Empfehlung für die Aktien des von Pleiten, Pech und Pannen verfolgten Konzerns, der nun eine Umstrukturierung in Angriff nehmen will, mit einem von 376 auf 291 Dollar deutlich reduzierten Kursziel versehen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,41 Prozent am Montag auf 0,43 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 139,58 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,27 Prozent auf 157,85 Punkte.

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