Mittwoch, 17. Oktober 2018

Börse Dax geht mit Gewinn ins Wochenende

Nasdaq am New Yorker Times Square: Amazon und Intel führen Tech-Rally an

Der Dax beschließt die Handelswoche mit Gewinnen. Die T-Aktie legt zu, RWE notiert mit Dividendenabschlag. Die Deutsche Bank Aktie setzt ihren Kursrutsch fort.

Erholung im Dax: Die deutlichen Kursgewinne an den US-Börsen sowie überwiegend positiv aufgenommene Unternehmenszahlen haben den Dax Börsen-Chart zeigen am Freitag zeitweise wieder über die Marke von 12.600 Punkten geschickt. Da die US-Börsen nach starkem Auftakt jedoch wieder einen Teil ihrer Gewinne abgaben, schmolzen auch die Gewinne im Dax wieder zusammen. Den Xetra-Handel beendete der Dax Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 12.580 Punkten.

Die deutliche Euro-Schwäche half dem Dax Börsen-Chart zeigen zum Wochenschluss zusätzlich auf die Sprünge. Der Euro war zuletzt auf 1,2065 Dollar gefallen, das ist der tiefste Stand seit beinahe 4 Monaten.

Zusammen mit guten Quartalszahlen sei dies das Rezept für weiter steigende Kurse, sagte ein Börsianer. Ein schwächerer Euro hilft den Firmen in Europa, weil ihre Waren im Welthandel günstiger werden und die Exportchancen steigen.

In der zweiten deutschen Börsenreihe war die Tendenz ebenfalls freundlich: Der Index der mittelgroßen Werte MDax Börsen-Chart zeigen legte 0,6 Prozent zu. Für das Technologiewerte-Barometer TecDax Börsen-Chart zeigenging es 0,8 Prozent nach oben.

Gespräche zwischen USA und China

Experten zufolge setzt vor allem die Dollar-Aufwertung dem Euro zu. Der Greenback profitierte von der Hoffnung auf eine Beilegung des Handelsstreits USA/China. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hatte am Donnerstag gesagt, er gehe davon aus, dass anstehende Handelsgespräche mit China positiv verlaufen dürften.

Draghi scheut Zinswende, Euro gibt nach

Zur Euro-Schwäche trug aber auch die jüngste EZB-Sitzung bei: Die Notenbank hatte sich am Donnerstag aus Sorge um eine mögliche Abschwächung der Konjunktur in der Euro-Zone mit größeren Entscheidungen zurückgehalten. Dies sei eine erneute Bestätigung gewesen, dass man sich in Europa nicht so bald vor steigenden Zinsen fürchten müsse, konstatierte Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Amazon, Microsoft, Intel und Sprint stützen US-Börsen

Nach ihrer Kursrally am Donnerstag haben die US-Börsen auch am Freitag ihre Klettertour zunächst fortgesetzt. Während der Dow Jones Börsen-Chart zeigen mit 0,2 Prozent am Freitag im frühen Handel nur noch moderat zulegte, legten die Technologiewerte an der Nasdaq Börsen-Chart zeigen um weitere 1,1 Prozent auf 7200 Punkte zu. Im weiteren Handelsverlauf gaben beide Indizes ihre Gewinne jedoch wieder ab.

Tech-Werte glänzen derweil mit positiven Geschäftszahlen. Der boomende Internethandel und florierende Cloud-Dienste beflügelten Amazons Börsen-Chart zeigen Geschäft zu Jahresbeginn. Damit zogen die Aktien des Online-Händlers im vorbörslichen US-Handel um gut 11 Prozent an und steuern auf ein Rekordhoch zu.

Das Geschäft mit Cloud-Diensten sorgt bei bei Microsoft Börsen-Chart zeigen weiter für kräftige Zuwächse, so dass die Anteilsscheine vorbörslich gut 3 Prozent gewannen.

Der Chipriese Intel Börsen-Chart zeigen profitierte im vergangenen Quartal massiv vom Geschäft mit Rechenzentren. Dies sorgte für ein vorbörsliches Plus von fast 6 Prozent.

Zudem könnte die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen nach mehreren erfolglosen Versuchen nun unerwartet schnell ihre amerikanische Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint Börsen-Chart zeigen verkuppeln. Die Unternehmen hätten Fortschritte bei ihren Fusionsverhandlungen gemacht und könnten die Gespräche schon in der kommenden Woche abschließen, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eingeweihte Personen. Sprint-Aktien zogen vorbörslich um fast 7 Prozent an.

Merkel bei Trump

Im Fokus stehen zudem die europäisch-amerikanischen Handelsbeziehungen. Kanzlerin Angela Merkel wird im Tagesverlauf in Washington US-Präsident Donald Trump treffen. Gesprächssthema dürften die US-Schutzzölle auf Stahl und Aluminium, das iranische Atomabkommen und der Umgang mit Russland sein.

Konjunkturseitig erwarten Anleger aktuelle Daten zum Wirtschaftswachstum aus Frankreich, Spanien, Großbritannien und aus den USA. Die Investoren werden mit Argusaugen darauf schauen, inwieweit die politische Krisen und Handelsstreitigkeiten der vergangenen Monate ihre Spuren in der Konjunktur hinterlassen haben.

Euro fällt unter 1,21 Dollar

Der Euro Börsen-Chart zeigen ist wieder über 1,21 US-Dollar gestiegen, nachdem er am späten Donnerstag kurzzeitig unter die Marke gefallen war. Am Freitagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2105 Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,2168 Dollarfestgesetzt.

Belastet wurde der Euro zuletzt durch die etwas vorsichtigere Haltung der EZB. Am Donnerstag hatte EZB-Präsident Mario Draghi zwar anhaltende Zuversicht zur konjunkturellen Lage im Währungsraum signalisiert. Zugleich wies er aber darauf hin, dass sich zahlreiche Konjunkturdaten in den vergangenen Wochen eingetrübt hätten. Der EZB-Rat sei vorgewarnt, aber immer noch zuversichtlich, fasste Draghi die Stimmung im EZB-Rat zusammen.

Bayer verkauft weitere Geschäftsteile an BASF

Im Fokus im Dax Börsen-Chart zeigen standen BASF Börsen-Chart zeigenund Bayer Börsen-Chart zeigen, die sich um zwei beziehungsweise 1,2 Prozent verteuerten. Bayer verkauft das Gemüsesaatgutgeschäft sowie andere Geschäftsteile für insgesamt 1,7 Milliarden Euro an BASF, um Vorgaben für die Freigabe der Monsanto-Übernahme zu erfüllen.

Deutsche Telekom: Neue Gerüchte um T-Mobile und Sprint

Gefragt waren auch Aktien der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigenTelekom. Die Anleger setzten auf eine baldige Einigung über eine Fusion von T-Mobile US und Sprint. Die Titel gewannen in der Spitze 1,8 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch von 14,59 Euro. Insidern zufolge machen die Telekom-Tochter T-Mobile US und Sprint bei ihren Fusionsverhandlungen Fortschritte. Angesichts der zu erwartenden Spareffekte dürfte das ein positiver Impuls für die Telekom-Aktie sein, sagte ein Börsianer. Die Aktien des Sprint-Großaktionärs Softbank legten gut vier Prozent zu.

Daimler kann mit Quartalszahlen kaum punkten

Weitgehend kalt ließen die Investoren die Zahlen von Daimler. Der Autobauer hat zum Jahresauftakt weniger operativen Gewinn eingefahren, setzt sich für 2018 jedoch ein etwas höheres Gewinnziel. Die Aktien legten zuletzt nur noch 0,5 Prozent zu.

Deutsche Bank setzt Kursrutsch fort

Erneut bergab ging es für Titel der Deutschen Bank, die sich nach einer Reihe von Kurszielsenkungen um 4,4 Prozent verbilligten. Nach der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag hatten sie bereits 1,3 Prozent verloren. Der neue Chef Christian Sewing stutzt nach einem Gewinneinbruch zu Jahresbeginn das schwächelnde Investmentbanking und verabschiedet sich von dem bisherigen Anspruch des Geldhauses, mit den Wall-Street-Banken in einer Liga zu spielen.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien von Linde Börsen-Chart zeigenund BASF Börsen-Chart zeigenmit jeweils 1,5 Prozent Plus.

RWE ex Dividende: 1,50 Euro Dividendenabschlag

Die Aktie von RWE Börsen-Chart zeigennotiert heute mit einem Dividendenabschlag von 1,50 Euro je Aktie und lag damit mit einem prozentualen Verlust von rund 6 Prozent hinter der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigenam Dax-Ende.

mit Material von Reuters und dpa-afx

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