Samstag, 26. Mai 2018

Börse Dax beendet Wochenstart mit leichtem Plus

Der Dax ist kaum verändert in die neue Woche gestartet. Im Blick steht Fresenius, die nach der geplatzten Milliardenübernahme in den USA stark schwanken. Die Aktie der Fresenius-Tochter FMC gibt ebenso wie Metro deutlich nach.

Mit leichten Gewinnen ist der deutsche Aktienmarkt in die neue Börsenwoche gegangen. Der Dax Börsen-Chart zeigen schloss 0,25 Prozent höher bei 12.572,4 Punkten. Zuvor hatte vor allem der Anstieg der Zinsen die Aktienkurse gebremst: Die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere war auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen. Bei steigenden Renditen verlieren Aktien der Theorie nach an Charme im Vergleich zu Anleihen.

Der MDax Börsen-Chart zeigen der 50 mittelgroßen Werte stieg um 0,3 Prozent auf 26.051,5 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen erholte sich von den überdurchschnittlichen Verlusten der vergangenen Handelstage. Er legte um 0,8 Prozent auf 2646 Zähler etwas stärker zu.

Zu den Favoriten im Dax gehörte zunächst Fresenius. Der Gesundheitskonzern blies die milliardenschwere Übernahme von Akorn ab. Fresenius-Aktien legten im frühen Handel um mehr als 3 Prozent zu, gaben dann aber ihre Gewinne komplett wieder ab.

Marktteilnehmer warnten davor, dass die zurückgezogene Übernahme noch mit Unsicherheiten behaftet sei. Nachdem das Dax-Unternehmen den milliardenschweren Zukauf des US-Generikaherstellers am Wochenende abgesagt hatte, könnte sich nun nämlich ein juristisches Nachspiel anbahnen. Denn die Amerikaner pochen auf die Einhaltung des abgeschlossenen Übernahmevertrags. Bis zur endgültigen Klärung dürfte das Thema die Aktien weiter belasten, schrieb Analystin Veronika Dubajova von Goldman Sachs.

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Fresenius schwankt stark, FMC unter Druck

Die Papiere der Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) verloren mehr als 4 Prozent und waren der schlechteste Wert im Dax. Der Dialyse-Konzern senkte nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal seine Ziele für den Gesamtjahreserlös.

An der Wall Street haben sich Anleger angesichts des bevorstehenden Bilanzreigens am Montag zurückgehalten. Viele wollten abwarten, wie einige der größten Konzerne der Welt - darunter Coca-Cola Börsen-Chart zeigen, Boeing Börsen-Chart zeigen und Facebook Börsen-Chart zeigen - ins neue Jahr gestartet sind. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen lag in den Anfangsminuten bei 24.518 Zählern 0,2 Prozent höher. Der S&P500 und der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen notierten ebenfalls leicht im Plus. Damit machten sie einen kleinen Teil der Freitagsverluste wieder wett.

Metro im MDax unter Druck

Die mittelgroßen Werte im MDax folgten dem großen Indexbruder mit einem Abschlag von 0,22 Prozent auf 25 927,26 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax dagegen erholte sich ein Stück weit von seinen überdurchschnittlichen Verlusten der vergangenen beiden Handelstage. Er legte um 0,22 Prozent auf 2629,58 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich moderat im Minus.

Bei der Metro Börsen-Chart zeigen AG geht der jüngste Kurseinbruch wegen gesenkter Jahresziele zu Wochenbeginn ungebremst um mehr als 8 Prozent weiter. Experten blicken nun pessimistischer auf die Aktie: Während die Baader Bank ihre bisherige Kaufempfehlung aufgab, rät die britische HSBC nun sogar zum "Reduzieren" der Depotbestände. Laut Analyst Andrew Porteous untergräbt die Gewinnwarnung die Glaubwürdigkeit des Managements.

BVB-Aktie mit Kurssprung - Hoffen auf Champions League

Positiv machte unter den Nebenwerten die Aktie von Borussia Dortmund auf sich aufmerksam. Sie zog am Montag deutlich um 6 Prozent an, nachdem der Fußballclub am Wochenende mit einem 4:0-Sieg gegen Leverkusen einen direkten Verfolger in die Schranken wies. In der Schlussphase der Saison werteten Händler dies als wichtigen Schritt hin zur gesicherten Qualifikation für die lukrative Champions League.

Euro kaum verändert

Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen hat zu Wochenbeginn weiter unter der Marke von 1,23 US-Dollar notiert. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2275 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,2309 Dollar festgesetzt.

Am Montag stehen sowohl im Euroraum Börsen-Chart zeigen als auch in den USA einige beachtenswerte Konjunkturdaten auf dem Programm. Das Institut Markit veröffentlicht diesseits wie jenseits des Atlantiks seine Einkaufsmanagerindizes. Die Stimmungsindikatoren weisen einen recht hohen Gleichlauf mit der tatsächlichen Wirtschaftsleistung auf und werden deshalb stets beachtet.

In den vergangenen Wochen hatten Wirtschaftsdaten aus den USA, erst recht aber aus Europa zumeist enttäuscht. Die Frage, ob es sich dabei nur um einen schwächeren Jahresstart handelt oder um einen weiterführenden Trend, ist unter Fachleuten noch nicht abschließend beantwortet. Erwartet wird jedoch zumeist, dass sich das starke Wachstum des vergangenen Jahres etwas abschwächt.

mir Material von dpa-afx und Reuters

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